Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIII (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 39)
- Language
- German
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2. Es soll ein jüdischer Weltkongreß für Palästina vorbereitet werden, zu dem die Juden aller Länder gewählte Vertreter zu entsenden haben. Der Weltkongreß soll darüber bestimmen, welche Körperschaft in Zukunft die Leitung der Palästinaarbeit übernimmt. Hierbei wird entweder daran gedacht, daß an die Stelle der Zionistischen Organisation eine neue umfassendere Organisation tritt oder daß der Weltkongreß die Zionistische Organisation als die geeignete zentrale Palästina-Organisation anerkennt. Im ersteren Falle würde die Funktion der Jewish Agency auf die neue Körperschaft übergehen, im letzteren Falle bei der Zionistischen Organisation verbleiben. 3. Die Zionistische Organisation soll als nationale Propaganda- und Erziehungsorganisation für das jüdische Volk bestehen bleiben, die Leitung der politischen und wirtschaftlichen Palästinaarbeit aber soll einem neu zu schaffenden Komitee übertragen werden, welches Vertreter der Zionistischen Organisation und Kepräsentanten anderer jüdischer Kreise umfaßt. Darunter wird entweder verstanden, daß die Judenheiten der verschiedenen Länder direkt oder nach Abhaltung einer Gründungskonferenz Vertreter in einen großen Kat entsenden, in welchem die Zionistische Organisation etwa durch die gleiche Zahl von Vertretern repräsentiert ist und der ein kleines Exekutivkomitee aus Zionisten und Nichtzionisten wählt, oder es wird darunter verstanden, daß einige einflußreiche Vertreter der Judenheiten verschiedener Länder direkt in das Exekutivkomitee der Jewish Agency eintreten, die damit zu einer aus Zionisten und Nichtzionisten zusammengesetzten obersten Behörde für die Palästinaarbeit würde. Es wäre dann noch besonders zu erörtern, ob die zionistische Vertretung in der Jewish Agency mit der zionistischen Exekutive identisch sein soll. 4. Vermittelnde Vorschläge zielen dahin, die wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Funktionen, die bisher von der Zionistischen Organisation ausgeübt wurden, künftig zwischen dieser und einer erweiterten Jewish Agency zu teilen. Das Für und Wider dieser verschiedenen Möglichkeiten ist in der zionistischen Öffentlichkeit lebhaft erörtert worden. Es sei noch darauf hingewiesen, daß mit dem Problem dieser Neuorganisierung auch das Problem der Geldbeschaffung und der Verfügungsberechtigung über die bestehenden zionistischen Fonds und Institute verknüpft ist. Der XIII. Zionistenkongreß hat die Aufgabe, zu der gegenwärtigen Lage Stellung zu nehmen und die Entscheidung darüber zu fällen, welchen der hier gezeichneten Wege die Zionistische Organisation beschreiten soll. B. Verwaltung. I. Exekutive. Die vom XII. Kongreß gewählte Exekutive bestand aus folgenden Herren: Dr. Ch. Weizmann, Präsident der Zionistischen Organisation, N. Sokolow, Vorsitzender der Exekutive, J. Cowen, V. Jabotinsky, K. Lichtheim, L. Motzkin, Dr. M. Soloweitschik mit dem Wohnsitz in London und M. M. Ussischkin, Dr. M. D. Eder, Prof. H. Pick, B. Bosenblatt, Dr. A. Buppin, J. Sprinzak mit dem Wohnsitz in Jerusalem. 30