Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIII (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 36)
- Language
- German
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Organisation und Verwaltung. A. Einleitung. Die Zionistische Organisation und das Anwachsen der jüdischen Palästina-Bewegung. Der Zionismus hat in den verflossenen Jahren in. allen Ländern immer tiefer Wurzel geschlagen. Nach den Erschütterungen des Krieges * haben die zionistischen Verbände sich überall reorganisiert. Trotz der noch immer bestehenden und durch die Geldentwertung in Mittel- und Osteuropa sehr verschärften Schwierigkeiten der Nachkriegszeit ist die Bewegung überall in die Breite und die Tiefe gewachsen. Es ist heute kein Zweifel mehr, daß die gewaltige Mehrheit des jüdischen Volkes die Errichtung der nationalen Heimstätte in Palästina wünscht und durch ihre Mitarbeit zu fördern bereit ist. Die Zahl der organisierten Zionisten ist in den meisten Ländern stark gestiegen, die lokalen Verbände stehen heute aktionskräftiger da als je zuvor, und auch außerhalb der Beihen der organisierten Zionisten zeigt sich ein lebhaftes Interesse für den Palästinaaufbau. Das ist besonders bei der Werbearbeit für * den Keren Hajessod deutlich geworden, welcher die Geldmittel für unsere Arbeit in Palästina liefert. Wenn auch die Mittel des K. H. noch bei weitem nicht ausreichen, um Kolonisationsarbeiten in Palästina in dem Umfange durchzuführen, den wir als notwendig erkannt haben, falls die Errichtung der Heimstätte in absehbarer Zeit gelingen soll, so sind doch die Eingänge des Ponds schon jetzt sehr erheblich, und es haben dazu neben den organisierten Zionisten auch viele andere Juden beigetragen, die das Werk des Zionismus in Palästina unterstützen wollten. Die neue Lage, in der sich die Zionistische Organisation durch die Bestätigung des Mandats befand, das Anwachsen der Bewegung, die Erweiterung des Aufgabenkreises, das steigende Interesse aller jüdischen Kreise für das werdende jüdische Palästina — alle diese Umstände hatten zur Folge, daß die Leitung der Zionistischen Organisation sich mehr und mehr der Frage zuwenden mußte, wie die schon gewonnenen und noch zu gewinnenden Kräfte der Judenheit am zweckmäßigsten für die Palästinaarbeit organisiert werden könnten. Die Erörterung dieser für die Zukunft des Zionismus höchst wichtigen Probleme führte auf der Jahreskonferenz in Karlsbad zur Annahme der folgenden Resolutionen: „Der Zentralrat erklärt, daß es der Wunsch der Zionistischen Orgasation ist, daß die Jewish Agency das gesamte jüdische Volk repräsentiere." 27