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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1923-01-01 · XIII (1923) · p. Seite 19

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIII (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 19 (sequence 28)
Language
German
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IRI
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der Neuregelung der Immigration und der Visagebühren, wegen der Rechte des Waad Leumi, der Unterstützung des hebräischen Schulwesens und anderer wichtiger Angelegenheiten. Gemäß Artikel 4 des Mandats wurde die britische Regierung auch wegen der Erweiterung der Jewish Agency befragt. Auch andere Fragen von politischem oder zum Teil politischem Charakter wurden mit der Regierung erörtert. Die Einzelheiten all dieser Verhandlungen können naturgemäß nicht veröffentlicht werden, doch kann gesagt werden, daß alles getan wurde, um die englische Regierung ständig über die Meinungen und Wünsche der Zionistischen Organisation in allen zionistischen Angelegenheiten zu unterrichten. II. Palästina. Seit dem XII. Zionistenkongreß ist die politische Situation in Palästina in gewisser Hinsicht geklärt worden, und zwar durch wichtige politische Akte in London, vor allem durch die Veröffentlichung des Weißbuchs im Juli 1922, die Bestätigung des Mandats durch den Völkerbundsrat am 24. Juli 1922 und die wiederholte Bestätigung der Politik des Weißbuchs durch die britische Regierung vom 12. Januar 1923. Andererseits haben diese Akte nicht ganz die darauf gesetzten Hoffnungen erfüllt. Es gelang noch nicht durchaus, in Palästina den Eindruck zu erwecken, daß nunmehr die Lage geklärt und die politischen Verhältnisse endgültig geregelt seien. Dies beruht großenteils darauf, daß der Kolonialstaatssekretär gleichzeitig mit der Bestätigung des Weißbuchs im Januar 1923 erklärte, daß Sr. Majestät Regierung „die ganze Palästinafrage vorurteilsfrei prüfe". Auch andere Umstände wirkten dahin, unter der arabischen Bevölkerung Palästinas Zweifel hinsichtlich der Zukunft des Landes zu erwecken. Hauptsächlich trug dazu bei die Nichtbestätigung des Eriedensvertrages mit der Türkei, Berichte über Verhandlungen zwischen der britischen Regierung und dem König Hussein, sowie Gerüchte betreffend gewisse Ansprüche, die der Emir Abdullah erhebe. Schließlich hat die Haltung gewisser Mitglieder des Oberhauses dazu geführt, daß die unzufriedenen Elemente unter den Arabern zu der Meinung gelangten, es bestehe noch Aussicht auf einen Umschwung in der britischen Politik, wenn die Agitation fortgesetzt würde. Trotzdem hat die Bestätigung des Mandats durch den Völkerbund und die Bestätigung des Weißbuchs durch zwei aufeinander folgende Regierungen unzweifelhaft dazu beigetragen, daß sich eine wachsende Tendenz unter den Arabern zeigte, das Mandat als ein Fait accompli anzuerkennen und mit den Juden für den Aufbau Palästinas zusammenzuwirken. Das Aufkommen solcher Tendenzen bat die extremen Elemente zu .einer immer schärferen Tonart veranlaßt, doch ist bereits wahrzunehmen, daß der Einfluß dieser Elemente abnimmt. Als Beweis hierfür kann die Tatsache angeführt werden, daß die Anordnungen der Extremisten, bei verschiedenen Gelegenheiten die Läden und die Geschäftshäuser als Protest gegen angebliche prozionistische Akte der palästinensischen Regierung zu schließen, im großen und ganzen unbeachtet blieben. Gleichzeitig macht sich unter der Bevölkerung unzweifelhaft eine wachsende Abneigung gegen die 2* 19

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