Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 270)
- Language
- German
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— 233 — RUMÄNIEN I. Organisation. Die Geschäfte des Nationalfonds in Rumänien werden von dem Bureau der Zionistischen Föderation in Galatz, dem sämtliche zionistische Agenden obliegen, unter der Leitung des Vorsitzenden Herrn M. Heinrich Schein geführt. s Fast in jeder von Juden bewohnten Ortschaft haben wir Vertrauensmänner, die sich mit dem Nationalfonds befassen und in direkter Verbindung mit uns stehen. Die meisten Ortskommissäre sind von den Zionistischen Ortsgruppen mit unserer Zustimmung gewählt. In denjenigen Ortschaften, in denen keine Ortsgruppen existieren, wird der Ortskommissär direkt von uns ernannt. Die Zahl der Ortskommissäre können wir infolge der starken Schwankungen in der letzten Zeit momentan nicht feststellen. Die Ablieferung der Spenden seitens der Lokalkommissäre geschieht regelmäßig, entweder sofort nach jeder Sammlung oder in Zwischenräumen von 14—30 Tagen. Die Gelder werden von uns monatlich an den Jewish Colonial Trust abgeliefert. Zu gleicher Zeit lassen wir einen Bericht an das Hauptbureau in Köln abgehen. Die Ausweisungen der Spenden erfolgen wöchentlich in der Jüdisch- Rumänischen Zeitung „Egalitatea", die allen Ortsgruppen und Lokalkommissären zugestellt wird. < Unser Bureau hat eine zweckentsprechende Buchführung, in welcher sämtliche Operationen des Nationalfonds aufgeführt sind, wie: Evidenz der Golden Buch-Conti, Büchsenverteilung und -leerung, Materialienverkauf, Inkasso und Ablieferung der Gelder usw. Die Jahresbilanz wird den jährlichen Delegiertenversammlungen unterbreitet, welche durch eine Kommission alle Rechnungen prüft. Wir arbeiten nicht mit einem festgesetzten Budget, und die Arbeit des Nationalfonds leidet öfters durch Mangel an Mitteln. Unser Bureau steht in einem regen Briefwechsel mit den Lokalkommissären und vielen Privatpersonen; bei allen Jahresfestlichkeiten und sonstigen Gelegenheiten werden Aufrufe und Rundschreiben verschickt. Die Zahl der Briefe, Karten usw. beläuft sich auf ca. 2000 jährlich, die Zahl der Aufrufe, Rundschreiben auf ca. 15 000—20 000 Stück. II. Sammelmittel. 1. Büchsen. Die Zahl der bis jetzt verteilten Büchsen beträgt etwa 2800. , Es wird eine Kartothek über die Verteilung und Leerung der Büchsen geführt. Die Leerung der Büchsen hat hier keinen festgesetzten Termin. Im allgemeinen werden die Büchsen zwei- bis drei- und manche auch viermal jährlich geleert. — Vom 1. Juni 1912 bis 1. Juni 1913 sind 600 Büchsen geleert worden. Die Leerung der Büchsen wird durch frei-