Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 228 (sequence 263)
- Language
- German
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— 228 — rechnen. Die erheblichen Ausgaben des Hilfskomitees werden durch von uns herausgegebene Jemeniten-Postkarten, die guten Absatz finden, zu einem großen Teile gedeckt. Die Baumspende ist nach wie vor das populärste Sammelmittel. Wir konnten im April d. J. den 20 000. in Deutschland gespendeten Baum zum Ausweis bringen. Spendenbuch. Nachdem in einzelnen Orten anderer Länder und auch in Deutschland mit der Einführung von sogenannten Spendenbüchern Versuche gemacht wurden, beschloß der 13. Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, das Spendenbuch für alle deutschen Ortsgruppen obligatorisch zu machen. Wir haben daher künstlerisch ausgestattete Spendenbücher herstellen lassen, die uns überall Anerkennung eingetragen haben. Das Buch ist in Deutschland in 58 Ortsgruppen eingeführt; weitere 24 Stück lieferten wir auf Bestellung nach Oesterreich. Das Buch ist als eine Chronik des Gemeindelebens gedacht. Ueber die materiellen Erfolge des Spendenbuches können wir im vorliegenden Bericht noch kein abschließendes Urteil fällen, weil sich die Bücher erst seit kurzer Zeit bei den Ortsgruppen befinden. In einigen Gruppen sind bereits durch das Spendenbuch größere Beträge dem Nationalfonds zugeflossen. III. Propaganda. Die Propaganda bildet einen wesentlichen Teil der ständigen Arbeit des Bureaus, die in erster Linie auf die Vertrauensmänner zu wirken sucht. Die Zentrale kann naturgemäß nur in Ausnahmefällen, so bei größeren Zuwendungen, eine Propaganda von Mann zu Mann betreiben. Diese muß vielmehr die Aufgabe der einzelnen Kommissäre bilden, da die Erfahrung uns gelehrt hat, daß wirkliche Erfolge nur durch persönliche Tätigkeit erreicht werden können. Unsere Bestrebungen sind darauf gerichtet, die Propaganda organisatorisch gut zu leiten und vorzubereiten,, den Kommissären die Propaganda durch eingehende Aufklärung und gute Information sowie durch Beschaffung von geeignetem Material zu erleichtern, ferner die in den einzelnen Ortsgruppen gesammelten Erfahrungen für die Gesamtheit der Kommissäre durch Uebermittlung nutzbar zu machen. Durch Briefe wenden wir uns stets an solche Personen, von denen wir annehmen, daß sie für die Kolonisation in Palästina Interesse haben und weisen auf die Bedeutung des Nationalfonds hin. Zu allen Jüdischen Festtagen veranlassen wir unsere Kommissäre, eine besondere Propaganda zu entfalten, die in den meisten Fällen von gutem Erfolg begleitet ist. Die zionistische Presse wird selbstverständlich unserer Propaganda nutzbar gemacht, aber auch nichtzionistische jüdische Zeitungen und auch die Tagespresse haben wir des öfteren zur Aufnahme von Artikeln über unsere Tätigkeit veranlaßt. Wir verwendeten dazu die Flugblätter des Hauptbureaus, von denen wir etwa 6000 Stück gratis zur Verteilung brachten. Leider fehlt eine gut geschriebene Broschüre über die Bedeutung und die Tätigkeit des Nationalfonds, die weite Kreise des deutschen