Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 213 (sequence 246)
- Language
- German
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— 213 — der seit dem Vorjahr intensiv betriebenen Sammlung für das hebräische Gymnasium in Jerusalem, bleibt das Verhältnis des Sammelergebnisses Galiziens zu Oesterreich unbefriedigend. Gar nicht zu reden von der geldkräftigeren Bukowina, welche sogar absolut zurückgegangen ist. Immerhin ergibt sich hierdurch, daß nicht allein die wirtschaftliche Lage für die Höhe der nationalen Opfergaben ausschlaggebend ist, sondern auch die zielbewußte Organisation der Sammeltätigkeit. Die Ortsstatistik gibt die analoge Lehre für die einzelnen Gemeinden. Hier seien ihrer nur jene angeführt, die 1912 mehr als 500 M. (= 585 Kr.) aufgebracht haben. Zum Vergleich, ob Fortschritt oder Rückgang, sei auch das Ergebnis 1911 beigerückt. (Siehe folgende Seite.) Interessant ist die Vergleichung der Anzahl jener Orte, aus denen 1912 und 1911 dem Nationalfonds Spenden zuflössen, mit der Anzahl der offiziellen Kultusgemeinden: Innerösterreich Mähren-Schlesien Böhmen . Südgalizien Ostgalizien . Westgalizien Podolien . Bukowina 1912 1911 39 29 71 72 81 67 53 58 55 56 50 44 37 38 48 50 434 414 Kultusgemeinden 27 61 196 52 88 66 39 16 Summa 545 V. Entwicklung des Jüdischen Nationalfonds verglichen mit der anderer jüdischer Institutionen. Als wahrhaft volkstümliche jüdische Institution kommt neben dem Jüdischen Nationalfonds allein die Chalukkah in Betracht. Auf einen Jahrhunderte alten Bestand zurückblickend, ist ihre Jahreseinnahme naturgemäß ein Vielfaches der unseren; doch verringert sich die Differenz immer mehr, da wir vorschreiten, die Chalukkah aber stagniert. Auch die — wohl unserer Konkurrenz zu verdankende — Ausgabe gedruckter Rechenschaftsberichte vermag diese Stagnation nicht zu bannen. Das Hauptsammelmittel der Chalukkah sind die Büchsen, der Hauptstock der Spender sitzt in den kleinen blutarmen Städtchen und Märkten Galiziens. Der Kolel Galizia allein, umfassend diese Provinz mit Ausnahme der Kreise Stanislau und Kolomea, welche zum Kolel Wiznitz gehören, hat 1909 nicht weniger als 286918.41 Kr. vereinnahmt. Die „Israelitische Allianz zu Wien" ist eine Dépendance der Alliance in Paris und der Ica, welche den größten Teil der Auslagen ihres Tochtervereins decken. Die Mitgliedsbeiträge bleiben stationär und bringen, obgleich sogar Ortsgruppen außerhalb der Monarchie beisteuern, nicht viel ein, so 1901: 23142 Kr., 1912: 25 330 Kr.