Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 204 (sequence 237)
- Language
- German
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— 204 — ließen wir es wegen der tadellosen Präzision der Verrechnung beim alten Modus bewenden. Die Einzahlung erfolgt vorwiegend mit Erlagscheinen unseres Postsparkassenkontos No. 100 208. Hingegen stieß leider unser Bestreben, auch das Inkasso für den Zentralfonds, „Bezalel", die Banken und > die übrigen Institutionen zunächst bei uns zu zentralisieren, auf den zähen Widerstand dieser Institutionen! selbst wie auch auf jenen einiger der bewährtesten Nationalfonds-Kommissäre, zumal in Galizien. Dies ist umso bedauerlicher, als der X. Kongreß die N a t i o n a 1 f o n d s s a m m e 1 s t e 11 e n grundsätzlich zu zionistischen Finanzzentralen bestimmt hat. Die Ablieferung der Nationalfonds-Gelder seitens der Landessammelstelle an die Bank erfolgt allwöchentlich unter gleichzeitiger Verständigung des Hauptbureaus Köln, hingegen verrechnen wir mit dem Zentralbureau Berlin, den Banken, dem Bezalel und anderen Institutionen allmonatlich. Die Nationalfonds-Verkaufsartikel bezahlten wir, soweit sie den uns eingeräumten Kredit überstiegen, der Bank jeweils bei Bestellung. Der Spendenausweis erschien nach wie vor an jedem Freitag auf einem eigenen „Nationalfonds-Mitteilungen" betitelten Blatte der „Jüdischen Zeitung" in Wien. Den Ausweis eröffnet eine Tabelle, welche die Wochensumme Oesterreichs einerseits, und zwar detailliert nach Distrikten und Sammelzweck (Nationalfonds-Spenden, div. Leistungen) und die Wochensumme der Nationalfonds-Spenden aus aller Welt, laut der letzten Nummer unseres Berliner Zentralorgans „Die Welt", anführt. Diese „Nationalfonds-Mitteilungen" werden zunächst an die Ortskommissäre jener Orte, aus denen im betreffenden Ausweis Beträge verlautbart sind, ferner an jeden, der dies verlangt, versendet. Außerdem wies die „Selbstwehr", Prag, speziell die Spenden aus Böhmen aus. Die Buchführung wurde nicht mehr im Nebenamt besorgt, sondern von den ständigen Bureaukräften, nunmehr dem Sekretär, fortgeführt und ausgebaut. Zuletzt für 1912 wurde auf Grund der Ergebnisse des Vorjahres ein Voranschlag ausgearbeitet, dessen Einnahmen zum größten Teil unsere Provisionen für die Sammlungen aus Oesterreich darstellten, hingegen wurde uns für 1913 vom Nationalfonds-Hauptbureau ein Fixum zur Bestreitung aller Auslagen — ohne Rücksicht auf die Höhe unserer Eingänge — ausgesetzt. Monatsbilanzen, die uns vor einer Ueberschreitung des Budgets rechtzeitig warnen, werden ständig nach Köln geschickt. Die Korrespondenz war unter Vermeidung jedes Bureaukratismus, dem volkstümlichen Wesen des Nationalfonds angepaßt. Der Postausgang betrug: 1911 .... 14616 Stück 1912 . . . .33 689 ,, (darunter 17 688 Zeitungs-Pakete u. Einzelnummern) 1913,1. Halbjahr 29 215 „ „ 19 034 und 1 283 Postwertstücke)