Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 201 (sequence 234)
- Language
- German
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Presse. Wir haben einen regelmäßigen Pressedienst eingerichtet und haben ca. 100 Veröffentlichungen veranlaßt. Flugblätter und Broschüren. Wir haben eine Reihe von Flugblättern (in hebräischer, jüdischer und russischer Sprache) angefertigt, die in ca. 100 000 Exemplaren verbreitet worden sind. Wir haben die Jemenitenbroschüre von J. Feldmann in hebräischer, jüdischer und russischer Sprache herausgegeben und in ca. 7000 Exemplaren verkauft. Zirkulare. Wir haben ca. 40 Zirkulare und Mitteilungen des Nationalfonds in etwa 1500 Exemplaren versandt. Lichtbilder. Wir haben eine Anzahl Serien unserer Lichtbilder zum Teil verkauft, zum Teil leihweise überlassen. Mündliche Agitation. Herr Dr. Klatzkin hat eine Reise nach Rußland unternommen, die in erster Linie den organisatorischen Ausbai! unserer Arbeit bezweckte. Er besuchte eine Reihe von Städten, in denen es ihm gelang, zuverlässige Vertrauensmänner zu finden und eine planmäßige Arbeit zu sichern. Diese Reise hat auch die Sammlung von ca. 45 Häusern (je 1000 Frcs.) ergeben, die teils ganz bezahlt, teils in Raten abgeführt werden. Da uns noch große Aufgaben organisatorischer Natur bevorstehen, haben wir uns dazu entschlossen, einen geeigneten Agitator mit dieser Aufgabe zu betrauen und wir dürfen bereits sagen, daß seine Arbeit von Erfolg ist. Wenn auch die Ergebnisse der Sammlungen einen großen Fortschritt aufweisen, so dürfen wir uns keineswegs mit unserer Arbeit in Rußland zufrieden geben. Nach statistischen Feststellungen gibt es in Rußland mehr als 1000 Orte, die nicht weniger als 1000 jüdische Einwohner zählen. An den Nationalfonds-Sammlungen sind hingegen nur 501 Städte beteiligt. Auch die bisherige Steigerung beweist, daß Rußland noch sehr große Möglichkeiten für den Nationalfonds in sich birgt. Bei den Sympathien, deren sich der Nationalfonds dort erfreut, ließe sich trotz aller Hindernisse das Drei- und Vierfache an Spenden erzielen, wenn wir nur die geeigneten Vertrauensmänner fänden. Wir müssen feststellen, daß eine Reihe bedeutender jüdischer Zentren für den Nationalfonds gar nichts oder sehr wenig leisten. So hat z. B. Kiew bis zur jüngsten Zeit im Laufe von I1/2 Jahren so gut wie gar nichts aufgebracht. Wie aus unserer Kartothek hervorgeht, wird in Litauen bei weitem nicht genügend gearbeitet. Befriedigend dagegen in Südrußland. Hebräischer Bericht. Demnächst wird unser hebräischer Bericht erscheinen, der die Eingänge aus jeder Stadt und eine Spezifikation der Sammelmittel enthält.