Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 159 (sequence 182)
- Language
- German
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— 159 — nationalen Hilfsaktion machte der Verein „Esra" in Berlin, indem er einen Betrag von 13 000 Frcs. für die ersten Bedürfnisse der Jemeniten zur Verfügung stellte. Der Jüdische Nationalfonds bewilligte einen Betrag von 100 000 Frcs. Mit diesem Betrage war es möglich, die von der weiten Wanderung gänzlich erschöpft und auch krank ankommenden Einwanderer vorläufig in Holzbaracken in den Kolonien unterzubringen und ihnen nach einiger Zeit, wenn sie sich als Arbeiter bewähren, was gewöhnlich der Fall ist, einen Kredit zur Errichtung eines Häuschens mit einem oder zwei Dunam zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise sind aus den Mitteln des Nationalfonds gebaut worden: In Petach Tikwah 18 Einzelhäuser u. ausserdem 4 Baracken m. 40 Zimm. „ Chedera 20 „ „ 3 „ „ 24 „ „ Wadi Çhanin 7 „ „ Jemma 5 „ „ Rischon le Zion 4 „ „16 „ „ Beer Jakob 2 „ „ 1 ,, „ 1 „ „ Jaffa 1 „ „ 2 „ Zusammen 52 Häuser und 13 Baracken mit 83 Zimmern, d. h. insgesamt Unterkunft für 135 Familien. Mit der Seßhaftmachung der in den letzten Jahren eingewanderten etwa 3000 Jemeniten kann jedoch diese Aktion noch lange nicht als abgeschlossen angesehen werden, da einerseits die Fürsorge für die Hygiene und Kindererziehung der Eingewanderten noch unsere tatkräftige Mitarbeit erfordert, andererseits aber auch die trostlosen Verhältnisse im Jemen und die relativ günstige Lage der Eingewanderten in Palästina voraussichtlich bald eine weitere, vielleicht noch stärkere Einwanderung zur Folge haben werden. Unsere beiden Farmen Benschemen und Hulda entwickeln sich befriedigend. Die Einführung der Milchwirtschaft in Benschemen hat auch die übrigen jüdischen Kolonien angeeifert, sich in höherem Maße als bisher dem Futterbau und der Viehwirtschaft zu widmen. Eine Reihe von Kolonien hat nach demi Vorbilde Benschemens bereits Milchwirtschaften eingeführt, sodaß nunmehr der Weg geebnet ist, um die Milch Versorgung nicht nur für die Kolonien, sondern auch für die jüdische Bevölkerung der Städte den jüdischen Landwirten zufallen zu lassen. Leider ist auf eine unaufklärliche Weise unter den Kühen Benschemens im Frühjahr dieses Jahres eine Seuche ausgebrochen, der von den vorhandenen 40 Kühen und 30 Kälbern etwa ein Drittel zum Opfer fielen. Trotz dieses Unglücksfalles müssen wir natürlich die Milchwirtschaft immer weiter ausgestalten, zumal sie sich als ein äußerst rentables Unternehmen erweist. Die Pflanzungen in Benschemen und Hulda nehmen jetzt eine Fläche von 2200 Dunam ein, davon sind bepflanzt: