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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1913-01-01 · XI (1913) · p. Seite 158

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XI (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 158 (sequence 181)
Language
German
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IRI
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— 158 — Unterkunft in den Kolonien beschafft worden. Der Grund und Boden für fast alle neubegründeten jüdischen Institute ist durch den Jüdischen Nationalfonds oder mit seiner Hilfe erworben worden, so z. B. für das Technikum in Haifa, für das Hebräische Gymnasium in Jaffa, welches dank der Munifizenz der Herrn Lordmayor Moser in Bradford erbaut werden konnte, für das Gymnasium in Jerusalem, das nun nach manchen Kämpfen ebenfalls einer günstigen Entwicklung entgegengeht. Ferner sind Eigentum des Jüdischen Nationalfonds die Gebäude der Bezalelschule in Jerusalem, welche durch Einführung des Kunstgewerbes in Jerusalem den Keim zur Begründung eines jüdischen Kunstgewerbes gelegt hat, und Hunderten von Menschen in dem an Existenzquellen so armen Jerusalem Gelegenheit gibt, durch eigene Kraft ihr Brot zu verdienen. Die Bezalelkolonie in Benschemen, welche als erste die kunstgewerbliche Industrie in die Kolonien zu verpflanzen sucht, ist ebenfalls das Werk des Jüdischen Nationalfonds. Schließlich hat der Jüdische Nationalfonds durch Gewährung von Krediten an die Anglo Palestine Company eine so gelungene Schöpfung wie das Stadtviertel Tel- Awiw bei Jaffa entstehen lassen und den Kolonisten der jüdischen Kolonien in einer kritischen Zeit durch Gewährung von Darlehen die geordnete Fortführung ihrer Pflanzungen ermöglicht. Die abgelaufenen zwei Jahre standen unter dem Einflüsse der Einwanderung der jemenitischen Juden nach Palästina. In der Erkenntnis, daß es sich hier um eine vielleicht so bald nicht wiederkehrende Gelegenheit handelt, einen Teil des jüdischen Stammes, der infolge der Bedrückungen in seinem Wohnlande in den elendesten Verhältnissen lebt und infolge seiner Isoliertheit für die Gesamtheit der Juden ohne jeden Nutzen war, für die Kolonisation Palästinas nutzbar zu machen, hat es der Jüdische Nationalfonds für seine Pflicht gehalten, sofort in großem Maßstabe helfend einzugreifen. Die jüdische Kolonisation Palästinas litt bisher an dem Mangel einer größeren jüdischen Arbeiterbevölkerung,, so daß in manchen Kolonien die Anzahl der nichtjüdischen Arbeiter die der jüdischen Koloniebevölkerung übertraf. Bei dem Tiefstand der Lebensbedürfnisse schien es auch, als ob es unmöglich wäre, der Konkurrenz dieser bedürfnislosen Arbeiter durch die Arbeit der an europäische Verhältnisse gewöhnten jüdischen Arbeiter zu begegnen. Diese Gefahr für die nationale Arbeit und damit für die Nationalisierung des Bodens wurde mit Hilfe der jemenitischen Einwanderer zum großen Teile beseitigt, da dieselben an Anspruchslosigkeit niemandem nachstehen und außerdem ein geschicktes und fleißiges Arbeiterelement sind. Dazu kommt noch, daß die Jemeniten hebräisch sprechen und daß sie ausnahmslos Ottomanen sind, wodurch auch unser politischer Einfluß im Lande gestärkt wird. Um dieses wertvolle Kolonisationselement dauernd an das Land zu fesseln, mußte man ihm Wohnstätten verschaffen. Den Anfang mit dieser

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