Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 131 (sequence 150)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
- Hebron 1× ep/1047559
- Safed 1× ep/1046078
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— 131 — zuwirken Dafür war es auch nötig, außerordentlich starke Kassenbestände zu halten (siehe die obige Bilanz), was der Bank zwar einen erheblichen Zinsverlust brachte, dafür aber die Stabilität des Wirtschaftslebens in hohem Maße sicherte. Während nach der Bilanz pro Ende 1910 die ausstehenden kurzfristigen Kontokorrentkredite, Diskonten, Vorschüsse gegen Waren und Vorschüsse in den Leihgenossenschaften sich auf 5 550 000 Frs. beliefen, betrug der entsprechende Betrag pro Ende 1911 6150 000 Frs. und pro Ende 1912 6 950 000 Frs. Mit diesen drei Zahlen dürfte die Politik der Anglo-Palestine Company während der Kriegszeit am besten charakterisiert sein. Auf dem Gebiete der Landwirtschaft wirkt die Bank in erster Reihe durch ihre kurzfristigen Kredite. Bekanntlich trägt ein großer Teil der jüdischen ländlichen Siedlungstätigkeit einen stark kommerziellen Charakter. Die Pflanzer sind fast ohne Ausnahme für die Bearbeitung ihrer Anwesen während eines großen Teiles des Jahres und für die Finanzierung ihrer Ernte auf kurzfristige Bankkredite angewiesen, die sie aus den Ernteerträgnissen zurückzahlen, um dann nach einigen Monaten wieder aufs neue Kredite in Anspruch zu nehmen. Dieses ganze Kreditwesen ist fast lückenlos in den Händen unserer Bank und wird von ihr immer weiter ausgebaut. Auf dem Gebiete des städtischen kommerziellen und industriellen Kredites ist die Anglo-Palestine Company bestrebt, den jüdischen Kaufleuten nach Kräften in dem schweren Konkurrenzkampfe beizustehen, welchen sie zu führen haben, um sich einen Anteil an dem immer wachsenden palästinensischen Import- und Exportgeschäft zu erobern. Einen besonderen Zweig der Tätigkeit unserer Bank bilden die Kreditgenossenschaften, die sie in großer Anzahl in allen jüdischen Städten und den meisten Kolonien geschaffen hat. Die solidarische Haftbarkeit innerhalb dieser Genossenschaften setzt die Anglo-Palestine Company in den Stand, ihnen Kredite zu gewähren, und zwar zu Sätzen, die sonst im ganzen Lande unbekannt sind und unmöglich wären. Ende 1911 gab es 40 Genossenschaften mit 1582 Mitgliedern, Ende Î912 45 Genossenschaften mit 1833 Mitgliedern, und zwar in Jaffa, Jerusalem, Hebron, Haifa, Safed, Beyruth, Pethach-Tikwah, Rischon le-Zion, Ekron, Rehoboth, Katra, Kastini eh, Wadi el Hanin, A in-G an im, Che d era, Sichron-Jacob, Jessod-Hamala, Mischmar-Hajarden, Bne-Jehuda, Rosch-Pinah, Metulah, Ain-Setim, Sedschera, Mes'cha und Melhamia. Die Mitglieder sind Kolonisten, Arbeiter, Handwerker, Ladenbesitzer, kleine Kaufleute, Beamte, Lehrer, Wächter usw.!»