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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1913-01-01 · XI (1913) · p. Seite 130

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XI (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 130 (sequence 149)
Language
German
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— 130 — Depositen- und Kontokorrent-Guthaben per 31. Dezember der Jahre F-rcs 1903 ......... 383000 1904 ......... 999000 1905 ......... 1217000 1906 ......... 2684000 1907 ....., . . . 2513000 1908 ......... 3002000 1909 ......... 4718000 1910 ......... 5240000 1911 ......... 5944000 1912 ......... 6768000 Die Zusammensetzung des Betriebskapitals der Bank, welche aus den verschiedenen oben angeführten Zahlen hervorgeht, macht ihrer Geschäftsleitung eine besonders sorgfältige und umsichtige Führung der Geschäfte zur ersten Pflicht. Erstens kann sie sich nur dadurch das Vertrauen erhalten und mehren, aus dem ihr die Mittel zufließen, und zweitens trägt sie in einem wirtschaftlich und verkehrstechnisch noch so zurückgebliebenen Lande wie Palästina eine zehnmal so schwere Verantwortung als eine europäische Bank für die Aufrechterhaltung ihrer Liquidität. Die letzten zwei Jahre waren für die Bank die schwersten, die sie seit ihrer Gründung durchgemacht hat. Nur dank der äußerst soliden Grundlage aller ihrer Geschäfte, die sie in den vorangegangenen Jahren vorbereitet hatte, ist es ihr gelungen, die schwere Zeit nicht nur selbst ohne Schaden zu überstehen, sondern während der ganzen Kriegszeit ein Bollwerk für die ruhige Weiterentwicklung des Wirtschaftslebens im allgemeinen und des jüdischen Siedlungswerkes im besonderen zu bilden. Während der europäische Kredit sich in der Kriegsperiode so viel wie möglich aus der Türkei zurückzog und die anderen im Lande arbeitenden Banken ihre Kredite kürzten und abschnitten und ihre freien Gelder nach dem Auslande überführten, hielt die jüdische Bank Stand. Nicht nur, daß sie keinem ihrer Kunden, die auf sie angewiesen waren, den Kredit kürzte, sondern sie setzte im Gegenteil die Erweiterung ihres Tätigkeitsgebietes unausgesetzt fort. Dadurch erreichte sie es, daß der Einfluß der wirtschaftlichen Depression sich unter der jüdischen Bevölkerung nicht wesentlich bemerkbar machte. Es soll im übrigen hervorgehoben werden, daß die wirtschaftlichen Hilfsquellen Palästinas solcher Natur sind, daß sie sich in verhältnismäßiger Unabhängigkeit von den Kriegsereignissen weiterentwickeln ließen und es nur nötig war, den Störungen, die der Krieg auf dem Geld- und Kreditmarkte verursachte, soviel wie möglich entgegen-

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