Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 88)
- Language
- German
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— 77 — Die Palästinalandespartei gibt das Wochenblatt „Haachduth" heraus. Außerdem läßt sie verschiedene Bücher über soziale und ökonomische Probleme in hebräischer Sprache erscheinen. Auch in jüdischer Sprache wird jetzt eine Monatsschrift in Palästina unter dem Namen „Das Land" herausgegeben. Die Aufgabe des Blattes besteht darin, in den jüdischen Arbeitermassen der Golusländer zuverlässige Mitteilungen über Palästina zu verbreiten. Ueber die russischen Poale Zionisten besitzen wir keine genauen Mitteilungen. Sie sind prinzipiell Gegner irgendwelcher Beteiligung an der zionistischen Organisation und an den zionistischen Kongressen und haben auch keinen Zusammenhang mit den allgemeinen zionistischen Einrichtungen. Immerhin können wir von ihnen berichten, daß sie eine gewisse Palästinatätigkeit entfalten, und daß sie aus ihren Reihen eine große Anzahl von emigrierenden Arbeitern nach Palästina liefern. Ueber die Poale Zionisten in anderen Ländern ist zu bemerken, daß in Bulgarien eine Zeitschrift unter dem Namen „Probuda" erschien, die jedoch infolge der Kriegsereignisse ebenso wie die dortige Organisation selbst einging. In Belgien haben die Poale Zionisten lebhaften Anteil an der Organisierung der jüdischen Arbeiter während des letzten Generalstreikes genommen. Am 25. August 1913 findet in Krakau die vierte allweltliche Poale Zion-Konferenz statt, welche die Begründung und Durchführung einer ganzen Reihe nützlicher Unternehmungen in Palästina beschließen soll. Einzelvereine In manchen Ländern, wo keine Landes- und Sonderverbände bestehen und wo auch keine größere Anzahl von Vereinen existiert, die miteinander Fühlung halten, gibt es einzelne Gruppen von Schekelzahlern, die zum Teil recht rührig sind. So finden wir zionistische Vereine in Marokko, in Brasilien und in China, wo besonders die Gruppen in Shanghai und Hongkong zu nennen sind.