Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 76 (sequence 87)
- Language
- German
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— 76 — 3. Die Gründung der Gesellschaft „A c h w a h" zwecks Bildung von kooperativen Kolonien oder Gartenstädten für die Mitglieder der Gesellschaft, die später nach Palästina übersiedeln sollen. 4. Die Herausgabe eines Monatsblattes ausschließlich für die Mitglieder, unter dem Titel „P o a 1 e Z i o n B u 11 e t i n". 5. Die Sammlung größerer Summen für verschiedene Palästinazwecke: Palästinaarbeiterfonds, Nationalfonds, Parteizeitung „Haachduth" (Parteizeitung in Jaffa), Haschomer, Bezalel und andere Palästinaeinrichtungen. Die österreichischen Poale-Zionisten sind mehr mit der Landespolitik beschäftigt, sowie mit der ökonomischen Organisierung der jüdischen arbeitenden Massen. Sie gründeten den Jüdischen Handelsangestellten-Verband und die jugendliche Arbeiterorganisation. Beide Institutionen entwickeln sich günstig. Die Landespartei widmet sich in besonderem Maße dem Kampf für die Gleichberechtigung des jüdischen Volkes und hat die Durchführung der jüdisch-nationalen politischen Aktion im Lande angeregt. Sie gibt ein Wochenblatt unter dem Namen „Der jüdische Arbeiter" heraus, welches in Lemberg in jüdischer Sprache erscheint. Außerdem wurde von dem poale-zionistischen akademischen Verband „Cheroth" ein Monatsblatt in polnischer Sprache unter dem Titel „Nasze H a s 1 a" herausgegeben. Jetzt erscheint das Blatt in jüdischer Sprache unter dem Namen „Der Naier Dor". Außerdem erscheint in tschechischer Sprache ein Monatsblatt „Zidowski Lidowy List". Anstelle dieses letzten Blattes soll nächstens ein anderes Monatsblatt in deutscher Sprache „Die Fahne" erscheinen. Ferner gibt die Partei spezielle Monatsblätter in jüdischer Sprache heraus: „Der Handelsangestellte" und „Die jüdische Arbeiterjugend". In Palästina wird die Arbeit des Poale Zion-Verbandes durch sein Arbeitssekretariat, durch die Verwaltung des Palästina- Arbeiterfonds und durch die Landespartei in Palästina geleistet. Ihre Aufgabe ist es, sowohl in der Landwirtschaft, wie auch in der sonstigen Produktion dem jüdischen Arbeiter den gebührenden Platz zu verschaffen und die wirtschaftliche Tätigkeit des „Jischub" zu nationalisieren. In letzter Zeit hat das vor kurzem gegründete Arbeitsbureau, welches durch die Mittel des Palästinaarbeiterfonds unterhalten wird, eine rege Tätigkeit entwickelt. Das Bureau ist die Informationsstelle für einwandernde Arbeiter und gleichzeitig kostenloser Stellungsvermittler. Das Bureau bemüht sich, neue Arbeitszweige ausfindig zu machen und organisiert Arbeitergruppen, die verschiedene Arbeiten auf kollektiver Grundlage übernehmen, was die Steigerung des Verdienstes bewirkt. In letzter Zeit hat das Bureau begonnen, in den Kolonien Arbeiterküchen zu eröffnen, die den Arbeitern die Möglichkeit geben, billiges und gutes Essen zu bekommen.