Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 74 (sequence 85)
- Language
- German
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— 74 — In Wien, der Stadt des diesjährigen Kongresses, ist es gelungen, unter dem Vorsitze des Herrn Austerlitz eine größere Ortsgruppe zu schaffen. Es ist zu hoffen, daß von dort aus in Oesterreich eine größere Anzahl von Gruppen gegründet werden kann. In Holland und Belgien ist von den bisherigen Gruppen auf der bereits geschaffenen Grundlage weiter gearbeitet worden. Insbesondere hat die Antwerpener Gruppe unter der rührigen Leitung der Herren Wolff und Ruben Cohn große Erfolge aufzuweisen; die Anzahl der dortigen Schekelzahler ist bereits auf nahezu 500 angewachsen. In England, Deutschland, Frankreich usw. ist es nach wie vor schwer, für den Misrachi zu arbeiten. Jedoch haben die Gruppen in Hamburg, Posen und Berlin bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Im großen und ganzen können wir mit den erreichten Erfolgen zufrieden sein, da es uns gelungen ist, nicht nur trotz der widrigen Verhältnisse die Zahl unserer Anhänger zu erhalten, sondern weitere Kreise für unsere Arbeit heranzuziehen. Gefördert wurde unsere Tätigkeit durch die Einrichtung des Generalsekretariats. Der Generalsekretär Herr Redakteur Berlin hat im Auftrage des Zentralbureaus mehrere größere Reisen unternommen, die uns erhebliche Geldsummen für den Kolonialfonds, sowie auch neue Anhänger zuführten. Nach Uebernahme der Leitung hat sich das Zentralbureau mit dem Actions^Comité in Verbindung gesetzt, um eine wirksame Durchführung der durch die Kulturbeschlüsse des X. Kongresses geschaffenen Kautelen für die Berücksichtigung des religiösen Gedankens bei der Schaffung von Kulturinstitutionen zu ermöglichen. Es wurde ein Kulturausschuß von sechs Mitgliedern gebildet, von denen drei unserer Föderation angehören. Wir können zu unserer großen Freude konstatieren, daß die Arbeit des Kulturausschusses eine durchaus befriedigende gewesen ist und prinzipielle Streitigkeiten, die die Entscheidung einer höheren Instanz notwendig machten, nicht vorgekommen sind. Seit Beginn seiner Tätigkeit hat das jetzige Zentralbureau die Gründung einer misrachistischen Kolonie von neuem ins Auge gefaßt. Es wird hiermit bezweckt, junge Palästinenser von der Chalukka zu entwöhnen und sie zu produktiver Arbeit heranzuziehen. Die Sammlungen hierfür haben bereits 20 000 M. überschritten. Insbesondere in Rußland haben auch nicht misrachistische Zionisten sich an der Geldsammlung für diesen Zweck beteiligt. Unser Verhältnis zu der Leitung der Gesamtorganisation war in der Berichtsperiode ein durchaus erfreuliches. Wir haben mit derselben in ständiger Fühlung gestanden und bei allen unseren Unternehmungen die weitest gehende Förderung erfahren. Der Vor-