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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1913-01-01 · XI (1913) · p. Seite 59

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XI (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 59 (sequence 68)
Language
German
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IRI
…/9038125-9047322--0366-9046579
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— 59 - Auf dem Gebiete der Gegenwartsarbeit beschäftigen sich die russischen Zionisten in der letzten Zeit hauptsächlich mit der Chederfrage. Etwa 1/4 Million jüdische Kinder besuchen noch immer die traditionelle Volksschule,. „Cheder" genannt. Diese Schulen, die früher in nationalisierendem' Sinne wirkten, befinden sich gegenwärtig im Zustande des Verfalles. Die Zahl der jüdischen Analphabeten wächst in Rußland von Tag zu Tag. Damit droht eine kulturelle Verrohung der heranwachsenden jüdischen Jugend oder eine völlige Assimilierung durch die russischen Schulen. Da zurzeit eine radikale Reform der jüdischen Volksschulen nicht möglich ist, so sahen sich die russischen Zionisten genötigt, gemeinsam mit der Petersburger ^Gesellschaft zur Aufklärung der Juden in Rußland" an der Verbesserung der bestehenden Chedarim zu arbeiten. Ueberall entfalteten die Zionisten auf dem Gebiete der nationalkulturellen Arbeit eine rege Tätigkeit. Sie ließen sich dabei von dem Grundsatz leiten, die hebräische Sprache und Kultur sowie allgemeine elementare Bildung zu verbreiten, dabei aber keinen Kampf gegen den Jargon in der Volksschule zu führen. Die beiden extremen Flügel in der zionistischen Organisation — die Poale Zion und die Misrachisten — sind als organisierte Gruppen fast völlig verschwunden. Wenigstens hat man in den beiden letzten Jahren von ihrer Tätigkeit nichts gemerkt. Trotz der außerordentlichen Schwierigkeiten, mit denen die Zionisten Rußlands zu kämpfen haben, ist der Zusammenhang innerhalb der zionistischen Masse erhalten worden und dank der Energie unserer "Gesinnungsgenossen und der Lebenskraft des zionistischen Ideals hoffen die russischen Zionisten in Zukunft immer weiter fortzuschreiten. Schweiz Seit dem letzten Kongresse hat sich der Schweizerische Zionistenverband in aufwärts steigender Entwicklung befunden. Während er im Jahre 1911 10 Vereine mit 350—400 Mitgliedern umfaßte, zählt er heute 16 Vereine mit etwa 600 Mitgliedern. Die Zahl der Schekelzahler hob sich von 1000 im Jahre 1911 auf etwa 1300. Bemerkenswert ist in erster Linie, daß, dem Beispiele der großen Landesverbände folgend, auch der Schweizerische Zionistenverband seit Dezember 1912 ein eigenes Partei-Sekretariat (Partei-Sekretär ist Herr W. Wolfsohn) errichtet hat, dessen Tätigkeit, wie der Delegiertentag vom 13. Juli feststellte, den Erwartungen entsprach. Die Eingänge für den Nationalfonds beliefen sich im Jahre 1912 auf 3200 Frcs. und im ersten Halbjahr 1913 auf etwa 3400 Frcs. Eine vermehrté Tätigkeit konnte durch das Sekretariat auch den anderen Institutionen gewidmet werden. Der Umsatz für den Jüdischen Verlag betrug im ersten Halbjahr 1913 ca. 400 Frcs.,

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