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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1913-01-01 · XI (1913) · p. Seite 49

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XI (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 49 (sequence 58)
Language
German
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IRI
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— 49 — bauschule in Stobödka wurden den Kolonien in Palästina zugeführt, den Glanzpunkt unserer Tätigkeit bildet aber die Sammlung für den Baufonds der „Gymnasia Ibrith" in Jerusalem. Der Vizepräsident des Zentralkomitees, Dr. Gerschon Z i p p e r, leitete auf Beschluß des Zentralkomitees im Sommer vorigen Jahres — nach seiner Rückkehr aus Palästina — die Sammlung von 100 000 Francs für den Bau eines Gebäudes für die „Gymnasia Ibrith" in Jerusalem ein. Seiner unermüdlichen Tätigkeit ist es zu verdanken, daß die Sammlung zurzeit bereits über 80000 Kronen ergeben hat. Bis zum Kongresse wird vielleicht das Ziel erreicht werden. 1 Da der Nationalfonds den Kauf des Bauplatzes beschlossen hat, ist für das Frühjahr 1914 mit der Grundsteinlegung zu rechnen. Wenn in zionistischen Reihen jetzt besonders auf die Pflichten gegenüber der Hauptstadt Erez Israels hingewiesen wird, so bildet diese Aktion der galizischen Zionisten einen guten Anfang dieser Bestrebungen. Da in Galizien bis jetzt leider noch keine besondere Nationalfonds- Landessammelstelle eingerichtet wurde, so enthält der Bericht des österreichischen Nationalfondsbureaus auch die für den Nationalfonds in Galizien geleistete Arbeit. Die kulturelle Tätigkeit wird hauptsächlich vom Verein der hebräischen Schulen Galiziens und der Bukowina und vom Verband der Toynbeehallen Galiziens ausgeübt, die beide ihren Sitz in Lemberg haben. Der Verein der her bräischen Schulen umfaßt über 40 Städte, wo in den Schulen beinahe 700 Kinder unterrichtet werden. Die Organisation des hebräischen Schulwesens, seine Ausgestaltung und Sicherstellung in Galizien, der Unterrichtsplan, die Ausbildung der Lehrkräfte, all das sind Fragen, die ihrer Lösung harren. Hervorzuheben ist die Veranstaltung des gut gelungenen „Jörn h ai brim" Ende 1911 und die darauf folgende Chanuka-Geldersammlung, die 2500 Kr. ergab. Die Mitgliederzahl des Vereins beträgt beinahe 1000. Am 6. Nissan 5673 wurde vom hebräischen Schulverein ein Bi e t h M i - drasch lemorim mit einem Internat in Lemberg eröffnet, dessen erster Jahrgang 16 Schüler zählt. In Galizien besteht auch ein Verband hebräischer Lehrer Oesterreichs, der pädagogische und materielle Ziele verfolgt; die Leitung hat ihren Sitz in B o r y s 1 a w. Von der Tätigkeit der „Organisation für hebräische Sprache und Kultur" (Histadruth Ibrith) War wenig zu bemerken. Im Jahre 1912 haben sich die 18 jüdischen Toynbeehallen Galiziens zu einem Verbände zusammengeschlossen. Die Zahl der Toynbeehallen ist jetzt auf 25 angewachsen. Im letzten Vortragssemester wurden insgesamt über 250 Vorträge abgehalten. Im Dezember 1912 erfolgte die Gründung des Verbandes der jüdischen Turn- und Sportvereine Galiziens. Die Leitung in Lemberg ging rasch an die Arbeit, in mehreren Städten sind bereits solche Vereine vorhanden, besonders die in 4

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