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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1913-01-01 · XI (1913) · p. Seite 38

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XI (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 38 (sequence 47)
Language
German
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IRI
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— 38 — verdanken. Für den Zentralfonds veranstaltete er überall Sammlungen. Professor Kellner, und Dr. Theodor Weisselberger hielten gleichfalls eine Reihe von Vorträgen. Der gegenwärtige Stand der zionistischen Organisation in der Bukowina ist folgender: ,Es gibt 21 zionistische Vereine, davon sind 8 akademische Korporationen und 4 Frauenvereine. In sechs Städten, welche keine Vereine haben, sind Arbeitskomitees vorhanden. Ferner gibt es in einer Reihe von Städten und Dörfern Vertrauensmänner. Im November v. Js. wurde ein Bureau eingerichtet, das mit den Vereinen und Vertrauensmännern korrespondierte. Zur Bestreitung der notwendigsten Ausgaben wurde eine Parteisteuer eingeführt. Neben der mündlichen Propaganda wurde auch die schriftliche gepflegt. Etwa 2000 Broschüren wurden abgesetzt, und zwar hauptsächlich die Programmschrift . von L i c h t h e i m, die Palästinabroschüre von Auerbach und die Palästinaausgabe der „Welt". Auch Broschüren der Kopekenbibliothek in jüdischer Sprache wurden verbreitet. Trotz der wirtschaftlichen Krise und der noch immer ungeklärten und wenig günstigen inneren Verhältnisse in der Organisation ist durch die hier skizzierte Tätigkeit ein gewisser Fortschritt in der Entwicklung des Zionismus zu verzeichnen. Im Jahre 1909/10 wurden nur 138 Schekel abgeliefert, 1911/12 dagegen über 900. Auch für den Zentralfonds wurden in diesem Jahre bis zum 10. Juni 350 Kronen abgeführt, während im Jahre 1912 gar nichts für den Zentralfonds einging. Vor zwei Jahren regte Professor Kellner die Gründung einer Kolonie Bukowinaer Juden in Palästina an und das Landeskomitee plante die Durchführung einer groß angelegten Propaganda für diesen Zweck. Der Plan konnte jedoch bisher leider nicht ausgeführt werden, weil die Bevölkerung unter der schweren wirtschaftlichen Depression, welche sich hier mindestens im gleichen Maße wie in Galizien bemerkbar machte, zu leiden hatte. Immerhin wurden bis zum 1. Juli 1913 für den Koloniefonds 3950 Kronen gesammelt. In der Bukowina bestehen vier hebräische Schulen, daneben auch hebräische Unterrichtskurse und ein hebräischer Sprachklub in Czernowitz. Auf literarischem Gebiet ist die Herausgabe der Sammelschrift „H e i m k e h r" durch den akademischen Verein „Emunah" zu verzeichnen. Die allgemeine Presse steht unseren Bestrebungen recht sympathisch gegenüber. Von zionistischen und nationaljüdischen Blättern sind die „V o 1 k s w e h r" und der „V o 1 k s r a t" in Czernowitz zu nennen. In dem letzteren Blatt werden die Mitteilungen des Landeskomitees und die Spendenausweise veröffentlicht.

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