Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XI (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 37)
- Language
- German
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— 30 Kulturkommission. Der Kulturkommission, die im November 1911 gebildet wurde, gehörten folgende Herren an: Dr. Biram, Redakteur Berlin, Rabbiner Dr. Wilhelm L e w y, Dr. Heinrich Loewe, Leo Motzkin und Dr. Pick. Ursprünglich gehörte der Kommission auch Dr. B ub er an,, der jedoch im März 1912 sein Amt niederlegte; an seiner Stelle wurde Herr Dr. Biram gewählt. Den Vorsitz in der Kommission führte Herr Sokolow, während seiner Abwesenheit Herr Dr. Pick. An den meisten Sitzungen nahmen außer den genannten Herren mehrere Mitglieder des Engeren Actions-Comités teil. Es wurden zahlreiche Vorschläge beraten und die Kommission gelangte auch zu einer Reihe von Beschlüssen. Eine der Hauptfragen, mit der sich die Kommission beschäftigte, war die Schulfrage im Orient. Schon in der ersten Sitzung wurde beschlossen, eine Enquête über die Schulverhältnisse im Orient zu veranstalten, um eine Grundlage für weitere Verhandlungen zu gewinnen. Infolge der Kriegswirren konnte dieser Beschluß nicht ausgeführt werden. Auch der Beschluß der Kommission, ein in Konstantinopel geplantes Studentenheim zu unterstützen, führte vorläufig nicht zu praktischen Resultaten, da dieses Heim unter den obwaltenden Umständen nicht gegründet werden konnte. Von den positiven Ergebnissen der in der Kulturkommission geleisteten Arbeit ist folgendes hervorzuheben: Die Subventionierung der Lehrerkurse in Sichron-Jakob für das Jahr 1912 wurde befürwortet. Auch trat die Kommission dafür ein, Herrn A. M. Luncz zur Feier seines Jubiläums 200 Francs für den Druck des Talmud Jeruschalmi zu bewilligen. Ferner stimmte die Kommission der Bewilligung von jährlich 3000 Francs für das Lehrerinnenseminar in Jaffa zu. Der Merkas Hamorim legte einen großzügigen Plan zur Ausarbeitung von Lehrbüchern für palästinensische Schulen vor und verlangte eine Subvention von 10 000 Francs., die allmählich zur Auszahlung gelangen sollen. Die Kulturkommission befürwortete diesen Vorschlag unter der Bedingung, daß jedes Manuskript in Berlin geprüft würde. Es liegt bereits der größte Teil eines Manuskriptes für ein zoologisches Lehrbuch vor. Auch ein mathematisches Lehrbuch unterliegt zurzeit der Prüfung.