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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 99

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 99 (sequence 627)
Language
German
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IRI
…/9038125-9038422--1976-9039047
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sehen wir keinen Grund. Unsere Ansiedler sagen sich mît Recht, dass sie als Menschen nicht besser sind, als die ersten Kolonisten aus der phiiantropischen Periode. Sie sehen den Grund des Eindringens arabischer Lohnarbeit in die aelteren juedischen Kolonien nicht in "ausbeuterischer" Gesinnung, sondern in wirtschaftlichen Bedingungen und mangelnder nationaler Kontrolle. Darum das Prinzip des nationalen Bodeneigenturns, ferner der Festsetzung einer Wirtschaftseinheit, die mit der Arbeit der Familie ausgestellt werden kann, und demzufolge die Forderung unbedingter Esgenarbeif. Ist Lohnarbeit einmal erlaubt, dann muss das natuerliche Profitinteresse des Einzelnen ihn dazu treiben, den billigen Fellachen dem juedischen Landarbeiter vorzuziehen. Und es kann hier derselbe Verfall einsetzen, der Oppenheimer einst den Ausspruch entrang, dass man die meisten alten Kolonien auf das "nationale Verlustkonto" buchen koennte. Damit soll nichts gegen die Forderung Prof. O.'s gesagt werden, dass Mittel und Wege gefunden werden sollten, um die Moschawim zur Ausbildung von Lehrlingen zu gebrauchen. Es besteht Verstaendnis dafuer auch in den Kreisen der Arbeiterschaft. So enthaelt das vom Landarbeiterverbande entworfene Musterstatut fuer die Moschawim einen Punkt, der sie verpflichtet, auf Verlangen der Arbeiter-Ansiedîungs-Gesellschaft "Nir" Leute zur landwirtschaftlichen Ausbildung aufzunehmen. Ob diese An lernt! ngsrneth ode billiger sein wird, als in den Kwuzoth, mag dahingestellt bleiben. Wirksamer wird sie schon darum nicht werden, weil die Zahl der zur Ansetzung als seibstaendige Bauern vorbereiteten Siedler immer beschraenkfer wird, seitdem das Resevoir von Landarbeitern, die durch die Kwuzoth gegangen waren, sich langsam erschoepft. So kommen wir wieder zum Ausgansspunkt dieser Auseinandersetzung ueber die Methoden landwirtschaftlicher Kolonisation. Nach wie vor ist Prof. Oppenheimers These richtig, dass man besitzlose juedische Staedter nur durch den genossenschaftlichen Grossbetrieb zu tuechtigen Bauern heranziehen und sesshaft machen kann. Mit weicher sozialen Vision immer die juedischen Arbeiter diese Siedlungsform verbinden—und kein anderer als Prof. Mead hebt in seinem bekannten Buche hervor, dass ein Siedlungswerk ohne soziale Vision nicht moeglich ist—die Staerke der Kwuzah wurzelt darin, dass sie keine Frucht der Ideologie, sondern ein Produkt der konkreten Bedingungen und Notwendigkeiten juedischer (Colonisations-

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