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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 88

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 88 (sequence 616)
Language
German
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IRI
…/9038125-9038422--1965-9039036
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-80 hat, als einen verheissungsvollen Versuch, aber doch noch als einen Ver* such betrachten ist hingegen Prof. O. ueberzeugt, dass die von ihm verlangte Administration durch Fachmaenner die einzige Buergschaft des Erfolges ist. Wir sind keine grundsaetzlichen Oegner dieser Uebergangsmerhode der Verwaltung. Es ist bekannt, dass wir Jahre hindurch die Ideen Oppenheimers im Zionismus propagierten und an dem ersten Versuch in Merhaviah taetigen Anteil genommen haben. Wir lehnen den biligen Einwand ab, dass der Misserfolg dieses, unter der persoenlichen Leitung von Agr. Dyk unternommen Versuches die Akten ueber ihn schiiesst. Aber der Konflikt, mit dem das administrative Stadium in Merhaviah seinen Abschluss gefunden hat, gibt zu denken. Und auch der Erfolg der Anteilswirtschaft in Baerenklau, den wir garnicht verkleinern moechten, ist noch nicht durchschlagend. Nicht weil sie nach 6 jähren ihres Bestandes noch kleine Unterbilanzen aufweist und keine Gewinne verteilt, sondern weil auch in Baerenklau, wie Prof. O. etwas dunkel sich ausdrueckt, "mangels der noetigen Mittel fuer die eigentliche volkserzieherische Arbeit, die psychologische Umstimmung der Arbeiterschaft noch laengst nicht so weit gediehen ist, wie ich sie zu entwickeln sicher bin". In schlichteres Deutsch uebertragen, heisst es soviel, dass nach 6 Jahren administrativer Verwaltung eines Gutes mit deutschen Landarbeitern die Entwicklung zu genossenschaftlicher Selbstverwaltung recht geringe Fortschritte zeigt. Die Frage ist ob die Vorteile der qualifizierten Leitung durch einen in seinen Dispositionen unbeschraenkten, mit allen Vollmachten ausgestatteten Beamten wirklich so unbestritten sind, wie von dieser Seite behauptet wird. Ob das hohe Lied auf den allgewaltigen Administrator so ueberzeugend ist, dass wir von der Methode der Erziehung zur Leitung entschlossen und bedenkenlos zum Zwang zur Administration uebergehen sollen. Es ist kein Geheimnis mehr, dass die Verwaltung durch fachlich vorgebildete Administratoren ebenfalls ihre Schattenseiten und Grenzen hat. Prof. Aereboe, gewiss eine Autoritaet auf dem Gebiete der Betriebslehre, aeussert schon dahingehende Zweifel. Nachdem er darauf hinweist, "dass der Mensch den Ertrag der Landgutswirtschaft schafft, u. besonders der Betriebsleiter es ist, dem hierbei eine entscheidene Rolle zufaellt," fuehrt er aus (Allgemeine Landwirtschaftliche Betriebslehre S. 590, Berlin 1923): "Bei fortschreitender Entwicklung der Volkswirtschaft steigt weiter das

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