Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 420 (sequence 420)
- Language
- German
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50.000 Pengö, deren Raten größtenteils pünktlich getilgt werden. — Das Keren Kajemeth-Büro, das erst vor zwei Jahren organisiert wurde, entfaltet eine rege Tätigkeit und es gelang der agilen Leitung dieses Büros in kurzer Zeit, ca. 12.000 Büchsen zu verteilen und in fast 100 Orten die Sammeltätigkeit zu organisieren Das Ergebnis des Jahres 5686 betrug ca. 16.000 Pengö, das Ergebnis idler ersten 8 Monate des Jahres 5687 bereits 30.000 Pengö. An Schekalim wurden im Vorjahre 1518 eingebracht und abgeliefert. Im laufenden Jahre dürfte diese Ziffer überholt werden. Für Landesparteisteuer und Presse wurde in der letzten Kongreßperiode von einer kleinen Gruppe Budapester Zionisten der Betrag von ca. 30.000 Pengö ausgebracht. Da eine Vereinstätigkeit unmöglich und auch die Propaganda in öffentlichen Versammlungen beschränkt war, war das wichtigste Mittel zionistischer Ideenpropaganda unsere zionistische Presse. Unter schweren Opfern gab unsere Organisation das Zweiwochenblatt „Zsidö Szemle" heraus, das die Freunde unserer Bewegung ständig und eingehend über alle Vorkommnisse im Zionismus und in Palästina informierte. Mit Rücksicht auf die Unzulänglichkeit unserer Mittel konnte jedoch „Zsidö szemle" gegen die gehässige antizionistische Propaganda der assimilatorischen Presse schwer aufkommen. Um die Verbreitung der Palästinaidee machte sich besonders verdient die von unserem Gg. Dr. Josef Patai vortrefflich redigierte literarische und Kunstzeitschrift „Mult és Jövö". Vom selben Verfasser wurde auch vor Kurzem ein prächtig ausgestattetes, reich illustriertes Werk über Palästina in ungarischer Sprache herausgegeben. Die Stellung der allgemeinen Tagespresse zionistischen Fragen gegenüber ist nicht feindlich, jedoch ziemlich reserviert. Die Aufklärungsarbeit hat in Ungarn noch große Aufgaben vor sich Die halbe Million ungarischer Juden könnte durch eine gut fundierte Presse zu einem großen Teile für unsere Sache interessiert werden und dann könnte auch die zionistische Bewegung in Ungarn entsprechende Ausbreitung gewinnen.