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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 419

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 419 (sequence 419)
Language
German
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IRI
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eingebüßt, im Gegenteil, die Anfeindungen, denen wir seitens der jüdischen offiziellen Stellen und ganz besonders seitens der Leiter der Pester israelitischen Kültusgemeinde ausgesetzt sind, nehmen in dem Maße an Gehässigkeit zu, je mehr es uns gelingt, in manchen jüdischen und nichtjüdischen Kreisen Sympathien für unser Palästinawerk zu gewinnen. Mangels einer legalen Basis besitzen wir weder in Budapest noch auf dem Lande öffentlich wirkende Vereine und können daher eine zionistische Tätigkeit nur in sehr beschränktem Maße entfalten. Nichtsdestoweniger läßt sich in der letzten Kongreßperiode ein ofensichtlicher Fortschritt in unserer Bewegung verzeichnen, der zum Teil dem liberalen.' Verhalten der Regierungsbehörden unserer Bewegung gegenüber zuzuschreiben ist. Die Bewilligung dieser Behörden ermöglichte es uns, im Februar dieses Jahres nach vierjähriger Unterbrechung eine Landeskonferenz abzuhalten und eine neue Parteileitung zu wählen (Dr. Nison Kahan, Dr. Leopold Osztern, Prof. Adolf Strausz, Dr. Béla Östreicher, Dr. Eide Izsâk, Dr. Friedrich Fried, Wilhelm Kohn, Dr. Josef Schönfeld1, Moritz Weiß, Dr. Moritz Künstler, Leiter des KH, Béla Székely, Leiter des KKL und Armin Beregi, Leiter des Palästinaamtes). Es gelang im verflossenen Jahre sowohl in Budapest als auch in der Provinz Jugendgruppen zu gründen, die neben kultureller Tätigkeit sich besonders im der KKL-Arbeit betätigen. Es gelang Ansätze zu einer zionistischen1 Frauenorganisation zu schaffen. Mangels an Vereinen wurden sowohl in Budapest als auch in manchen größeren Provimsstädlten Arbeitskomités organisiert, die für die Zukunft Resultate erhoffen lassen. Zur Belebung unserer Organisation haben viel die wiederholten Besuche ausländischer führender Gesinnungsgenossen (Felix Rosenblüth, Col. Kisch, Dr. Adolf Friedemann, Israel Cohen u. a.) beigetragen. Als besonderer Erfolg verdient erwähnt zu werden die im Frühjahr 1927 erfolgte Konstituierung des ungarischen Propalästinaverbandes, dessen Statuten von der Regierung bereits bestätigt worden sind. Der Propalästinaverband, an dessen Spitze mehrere prominente Persönlichkeiten der ungarischen Judenheit stehen (Baron Adolf Kohner, die Hofräte Franz Székely und Karl Baracs, die Universitätsprofessoren Ignatz Pfeiffer, Bernhard Alexander und Julius Donath u. a.) vereinigt Zionisten und Nichtzionisten zum Zwecke der Unterstützung des Palästiniaaufbaus durch den KKL und KH. Wiewohl auch diesem neutralen Verbände seitens der jüdischen Offiziellen jedwede Unterstützung verweigert wird, dürfte der Verband mit der Zeit eine Milderung der Gegensätze und eine Erstarkung der Sammeltätigkeit unserer Fonds zur Folge haben. Als erfreulicher Fortschritt kann es gewertet werden, daß es insbesondere dank den Bemühungen Dr. Friedemanns gelungen ist, im letzten Jahre auch in Ungarn, wenn auch in bescheidenem Maße, eine Keren Hajessod-Organisation zu scharfen. Die im Verlaufe von einigen Monaten in Budapest gesammelten1 Zeichnungen — 419 — 27*

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