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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 403

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 403 (sequence 403)
Language
German
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IRI
…/9038125-9038422--1752-9038823
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Prof. Julian Silberbusch) und auch von der „Wiener Morgenzeitung" besorgt. Diese zionistische Stimmung äußert sich vor allem darin, daß die Eingänge für unsere nationalen Fonde in Anbetracht der geringen jüdischen Bevölkerungszahl (ca. 140.000 jüdische Seelen) und in Anbetracht der prekären wirtschaftlichen Lage, die seit mehr als etwa zwei Jahren anhält, verhältnismäßig hoch sind. Die herrschende zionistische Atmosphäre kommt auch darin zum Ausdruck, daß die Auswanderungstendenzen nach Erez Israel groß sind und daß der Chaluzgedanke dm Kreise der Jugend Wurzel faßt. Die Eingänge für den Keren Hajessod im Laufe von 16 Monaten d. i. vom 1. Jänner 1926 bis 30. April 1927 betragen: Lei 3,970.982; und für den Keren Kajemeth Lei 3,801 356 (einschließlich einer einmaligen Spende in der Höhe von Lei 1,421.383). Bemerkenswert ist, daß die Bukowina soviel Geld in engl, Pfunden in den letzten 16 Monaten für unsere Fonde abgeliefert hat, wie in den vorangehenden zwei Jahren. Die zionistische Organisation leistete in der abgelaufenen Kongreßperiode ersprießliche landesipolitische Arbeit im Rahmen der „Jüd'scben Einheitspartei". Diese Partei, die gemeinsam mit einer nationalen' Gruppe gegründet wurde, hat sich vor allem an der Parlamentswahl mit Erfolg beteiligt, indem sie in die Kammer Dr. Mayer Ebner, Karl Klüger in den Senat und Dr. Salomon Kassner in den Stadtrat entsendet hat. Im letzten Jahre leisteten unsere Oesinnungsgenossen auf dem Gebiete der Kultusgemeindearbeit insbesondere in Cernauti Ersprießliches. In dieser verhältnismäßig kurzen Zeit ist es uns gelungen, die Kultusgemeinde zu modernisieren. Besonders wertvolle Arbeit leisteten unsere Freunde im Kulturressort der Gemeinde (Leiter Prof. Julian Silberbusch) und in der Sektion für soziale Fürsorge (Leiter Dr. Markus Krämer) Die Organisation hat für die Organisierung der Kulturarbeit im Lande eine eigene Institution geschaffen, der alle Parteien angehören. Diese Institution, der Landesschulverband „Safah Ivriah", (Obmann Gg. Dr. Josef Bierer) baut langsam und allmählich ein hebräisches Schulnetz aus. Im letzten Jahre konnte die Kulturarbeit der zionistischen Organisation auch auf die Schulen der Cernauter Kultusgemeinde ausgedehnt werden. Insbesondere wurde die bestehende Volksschule vollkommen bebraisiert, ein Lehrerpädagogium eingerichtet und die Schritte zur Gründung einer Volkshochschule eingeleitet. Die hebräische Sprachbewegung im Lande hat, dank der systematischen Erziehungsarbeit, die in den Nachkriegsjahren geleistet wurde, große Erfolge aufzuweisen. Eine ganze Reihe von hebräischen Versammlungen und Diskussionen fanden statt und wurde ein eigenes Kulturhaus für die „Safah Ivria" eröffnet. In der Bukowina, wo in den Vorkriegsjahren die Studenten die Träger der zionistischen Arbeit waren, aus deren Reihen sich die bedeutendsten Körperschaften ihre Führer wählten, hat in den Nachkriegsjahren die Stüdentenbewegung immer mehr an Bedeu- — 403 — 26*

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