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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 398

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 398 (sequence 398)
Language
German
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IRI
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mehr in den Vordergrund des öffentlichen jüdischen Lebens gerückt ist. Die prozionistischen Erklärungen der früheren Regierungen wurden durch die am 1. April 1926 ans Ruder gelangte Regierung des Gen. Averescu erneuert: am 30. April 1926 wurde der damals für die Ijarkarmpagne in Rumänien weilende Dr. I. Olsvanger vom Minister des Äußern, Herrn Jean Mitilineu, in besonderer Audienz empfangen, und der Minister wiederholte und bekräftigte die älteren Sympathieerklärungen für den Zionismus und Palästina. Auch auf dem Gebiete der Propaganda in der allgemeinen Presse konnte in der Berichtsperiode ein bedeutender Fortschritt verzeichnet werden. Die in der Hauptstadt erscheinenden Blätter nahmen gerne unsere Mitteilungen und Notizen auf, wodurch gerade auch auf die nichtzionistische jüdische Bevölkerung günstig eingewirkt werden konnte. Insbesondere war der im Jänner 1927 erfolgte Besuch von Herrn Dr. Jacobsohn sowohl für den weiteren Ausbau unserer guten Beziehungen zur rumänischen Regierung als auch für eine besonders wirkungsvolle Propaganda in der großen Presse, wertvoll. Durch unsere Arbeit insbesondere auf dem weiter unten zu behandelnden Gebiete der hebräischen Erziehung, kommen wir oft in Beziehungen zur jüdischen Gemeinde in Bukarest und in anderen großen Städten des Landes, und1 das Verhältnis dieser Körperschaften zu unserer Arbeit ist immer mehr ein von Verständnis und •Wohlwollen getragenes Entgegenkommen, das sich übrigens auch gelegentlich der Geldsammlungen für den K. K. in den Synagogen (bei Aufrufen zur Thora, gelegentlich der Hohen Feiertage usw.) und den K. H., für welchen eine Anzahl jüdischer Gemeinden gerne beitragen, kundgibt. Auch mit den hauptsächlichsten Logen B. B. im Lande stehen wir in besten Beziehungen; anläßlich der Präsidentenwahlen in den Bukarester Logen im Jänner dieses Jahres, kam das Pflichtgefühl, die jüdische Renaissancebewegung moralisch und praktisch zu unterstützen, klar und deutlich zum Ausdruck. Die kulturelle Arbeit unserer Organisation wird von Tag zu Tag kräftiger. Ohne Übertreibung können wir sagen, daß alles was heute für die jüdische Erziehung außer der Schule in Altrumänien geschaffen wird, in erster Reihe der Anregung1 und tätigen Mitwirkung unserer zionistischen Sektionen in Bukarest und der Provinz zu verdanken ist. Im Regat existieren heute etwa 20 völlig hebraisierte Kindergärten; desgleichen funktionieren in etwa 20 bedeutenderen Ortschaften regelmäßig hebräische Kurse für die Schüler der nichtjüdischen Schulen und für Erwachsene. (In Bukarest zählen, die Tarbuth-Kurse 300 Schüler). Fast alle jüdischen Zentren besitzen Bibliotheken mit einer ansehnlichen Zahl von hebräischen Büchern. Gewöhnlich werden die hebräischen Kurse im Lokal der zionistischen Sektionen abgehalten, wo auch die Bibliotheken untergebracht sind. Die zionistischen Lokalorganisationen nehmen sich in den meisten Fällen auch der Kindergärten an. Unter den Auspizien der zionistischen Lokalorganisationen — 398 —

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