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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 397

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 397 (sequence 397)
Language
German
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IRI
…/9038125-9038422--1746-9038817
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zusammengebrochen. Es ist uns auch gelungen, die Wege einer Verständigungspolitik der drei im Lande lebenden Nationen zu finden. Dank unserer politischen Arbeit ist bei den Gemeindewahleir in den Städten ein polnisch-ukrainisch-jüdischer Wahlblock zustande gekommen, welcher die Nationen näher gebracht und der antisemitischen und chauvinistischen nationaldemokratischen Partei eine große Niederlage bereitet hat. Tiefer greifende Wirkungen dieser politischen Ereignisse sind sehr wahrscheinlich. Wir widmeten unsere besondere Aufmerksamkeit der kooperativen Kreditorganisation der Judenheit, welche im Gebiet von Wilna sehr gute Erfolge zu verzeichnen hat. Diese Arbeit war für uns neu. In unserem Lande gab es vor dem Kriege fast gar keine kooperativen Kreditorganisationen und nur einige Ica-Kassen, Über unsere Initiative ist es gelungen, durch unsere Lokalorganisationen im Laufe einer kurzen Zeit in ca. 50 Städten kooperative Kreditkassen zu gründen, die dem Warschauer Verbände und der Warschauer Kooperativen Kreditbank angeschlossen sind, um dem kleinen Mann des Mittelstandes mit Kredit zu Hilfe kommen. Ebenso wurde viel Mühe verwendet, um in Lemberg eine gut fundierte Zentralbank ins Leben zu rufen. Sie soll die Kreditnot des Mittelstandes lindern und allen kooperativen Kreditinstitutionen in der Provinz als Zentrale dienen. Der Erfolg der Aktion ist gesichert. Wir hoffen im Herbst diese Institutionen eröffnen zu können. Für den mittellosen Händler und Handwerker haben wir in dem letzten Jahre in 75 Städten Gmilath-Chesed-Kassen errichtet, welche teilweise aus lokalen Fonds, sonst aber vom J. D. C. alimentiert werden. Alt-Rumänien. Wie in vielen anderen Ländern hatte auch unsere Organisation: während der Berichtsperiode harte und schwere Arbeit zu leisten, um die Fackel zionistischer Gesinnung und Tätigkeit hochhalten zu können. Die äußerst kritische Zeit, durch welche Palästina seit zwei Jahren schreitet, hat selbstverständlich nicht verfehlt, auch bei unsihre bösen Wirkungen zu zeitigen. Um so erfreulicher sind die trotzdem erzielten Leistungen auf allen Gebieten zionistischer Arbeit. Mit der fortschreitenden Emanzipierung der beiden Fonds (K. K. und K. H.) hat sich die Tätigkeit der Zionistischen Organisation in der Hauptsache auf die rein kulturell-propagandistische Seite der zionistischen Arbeit, auf die Pflege der hebräischen Kultur und auf das Gebiet der Jugenderziehung im weiteren Sinne des Wortes, sowie auf die Entwicklung der insbesondere im Altreich, noch recht jungen Hechaluzbewegung konzentriert. Die guten Beziehungen unserer Organisation zu den obersten Landesbehörden einerseits und zu den leitenden Körperschaften und Organisationen des nichtzionistischen Judentums andererseits haben einen weiteren Ausbau gefunden, wodurch die zionistische Organisation immer

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