Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 394 (sequence 394)
- Language
- German
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in einem allgemeinen Verband zu organisieren, dessen Hauptaugenmerk auf eine intensivere interne Kulturarbeit gerichtet ist. Wir erwähnen auch die gut entwickelten Organisationen der Chaluzim und des Haschomer Hazair, welche zwar der Landesorganisation nicht unterstehen, aber für zionistische Arbeit herangezogen werden. Zwecks Festigung der Organisation und Belebung der Propaganda wurde in der Beriehtperiode der Ijar 5685-1926 wie auch der Ijar 5687-1927 als Organisations-Monate proklamiert. In diesen Monaten wurden in etwa 100 Städten Versammlungen abgehalten, in welchen Mitglieder und Delegierte unserer Exekutive Referate hielten. Auch wurden mehrere Kreistagungen veranstaltet, an denen Delegierte der umliegenden Ortschaften teilnahmen. Außerdem besuchten Mitglieder und Delegierte der Exekutive im Laufe der Berichtszeit eine große Anzahl von Städten und hielten dort Besprechungen und Versammlungen ab. Leider mußten wir wegen Mangels genügender Mittel auf die Anstellung eines General-Sekretärs und Instruktoren verzichten, was im organisatorischen Leben als Nachteil empfunden wird. In dieser Zeit wurde eine Landes-Konferenz im Feber 1926 abgehalten, die diesjährige mußte wegen verschiedener Hindernisse für die Zeit nach dem Kongreß verschoben werden Der Parteirat kam im Laufe dieser Zeit zu 8 Sitzungen zusammen. Die Leitung (Exekutive) bestand ursprünglich aus 16 Mitgliedern und wurde im November 1926 durch Beschluß des Parteirates durch Kooptierung der zionistischen Sejm-Deputierten und Senatoren erweitert. Bis Juni 1926 standen wir mit den anderen zionistischen Organisationen Polens in engerem Zusammenhang und nahmen an dem im März 1926 in Wärschau abgehaltenen Allpolnischen Zionistentag teil. Später aber mußten wir ebenso wie die Westgalizische Organisation wegen weitgehender Differenzen aus dem allgemeinen Verband austreten. Unser Verhältnis zu den anderen zionistischen Föderationen im Lande war im allgemeinen zufriedenstellend. Wir arbeiten zusammen im ,,Keren Kajemeth", „Keren Hajessod" und „Esra für Chaluzim". Im Palästina-Amt kam es zu ernsteren Differenzen, welche den Austritt unserer Vertreter aus der Palästina- Kommission zur Folge hatten, doch wurde diese Streitfrage vor einigen Monaten beigelegt und ein provisorischer Ausweg gefunden. Der zionistischen Propaganda stehen 2 Tagblätter zur Verfügung: „Chwila", polnisch, und „Dus naje Tugblatt der Morgen" jüdisch. Leider haben wir, im Herbst 1926, das Eingehen des „Tugblatt" zu verzeichnen, dessen Erscheinen nach 20jähriger Existenz zufolge finanzieller Schwierigkeiten eingestellt werden mußte. An seine Stelle trat das von einigen Gg. aus Privatmitteln gegründete „Das naje Tugblatt der Morgen". Seit kurzem erscheint auch eine - 394 -