Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 320 (sequence 320)
- Language
- German
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ligung des Jischuw am Erziehungsbudiget. Diese wurde auf folgenden Wegen erzielt: 1. Erhöhung des Schulgeldes; 2. Ständige Erhöhung der Beiträge seitens der Gemeinden und Waadim der Kolonien; 3. Einrichtung von Schulen, deren Budget ganz oder zum größten Teil ihren Begründern oder Leitern zur Last fällt. Das Anwachsen der Einnahmen aus Schulgeldern oder Beiträgen von Gemeinden- und Kolonien wurde durch energische Arbeit im Laufe der Jahre erzielt. Wir waren bisweilen gezwungen, Druckmittel denjenigen gegenüber anzuwenden, die die Erfüllung unserer Forderungen verweigerten. Wir haben ganze Gruppen von Kindern aus unseren Schulen ausgeschlossen, um die Eltern zu zwingen, das verlangte Schulgeld zu zahlen1. Wir haben bisweilen Schulen geschlossen, um die Gemeinden und Kolonien zu zwingen, ihre Pflicht der Erziehung gegenüber zu erfüllen. In den letzten Jahren beteiligte sich das Finanzdepartement an der Einziehung der Schulgelder und Beiträge. Die Abschätzung der dem Jischuw auferlegten Beiträge sowie des Schulgeldes geschieht gemäß der Leistungsfähigkeit der Waadim und der Eltern. Manche Kolonien bestreiten 80°/0 des Budgets ihrer Schulen. Die mehr oder weniger konsolidierten Kolonien tragen gewöhnlich bis zu 60°/0 bei. Andererseits gibt es Kolonien und Gemeinden, die nur geringe Summen oder nichts beitragen können. Die Organisation leidet an dem Mangel verantwortlicher Organe an verschiedenen Orten, aber wir hoffen, daß nach Bestätigung des Gemeindiestatuts die Arbeit festere Gestalt annehmen wird. Eine bedeutende Änderung in der Beteiligung trat vor zwei Jahren in Tel-Awiw ein. Die Stadtverwaltung beschloß, das Schulgeld in den Kindergärten und Volksschulen abzuschaffen, dafür eine Erziehungssteuer zu erheben und einen bestimmten Betrag aus ihren allgemeinen. Einkünften für das Erziehungsibudget zur Verfügung zu stellen. Im Jaäre 5686 wurden von der Stadtverwaltung und der Jaffaer Gemeinde LE 16.700 überwiesen, was-60% unserer Ausgaben für die Schulen und Kindergärten in Tel-Awiw und Jaffa ausmacht. Wir eröffneten dort Volksschulen für sämtliche Kinder der Stadt und vergrößerten, die Zahl der Kindergärten. Gegen Ende 5686 zeigten sich jedoch bereits die ersten Anzeichen der Krise in der Stadtverwaltung und ihre Einnahmen verminderten sich. Trotz des Bedürfnisses nach einer Vergrößerung der Arbeit konnte Tel-Awiw im Jahre 5687 nur LE 12.400 für Erziehungszwecke stellen. Wir wurden gezwungen, uns hiermit zu begnügen, t:nd erklärten uns bereit, die erforderlichen Klassen in den Volksschulen zu eröffnen, aber nicht die Arbeit in den Kindergärten zu erweitern. Die Krise wurde ira Laufe des Jahres immer stärker und nahm bedrohliche Gestalt an und die Stadtverwaltung hätte ihre Verpflichtung uns gegenüber ohne die Hilfe der Regierung nicht erfüllen können. Eine größere Beteiligung am Budget wurde ferner durch Aus- - scheiden einiger Schulen aus unserer finanziellen Verantwortung und ihre Einreüiung in die Klasse der subventionierten Schulen - 320' -