Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 317 (sequence 317)
- Language
- German
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Arbeit hat eine festere Gestalt angenommen. Gartenarbeit wird in den Unter- und Mittelklassen gepflegt. Karton- und Holzarbeit steht in Verbindung mit dem Unterricht in Rechnen, Mathematik und Geographie. An der Realschule in Haifa wird außerdem Metallarbeit gelehrt, die schönen Werkstätten des Technikums stehen hierzu zur Verfügung. In den Oberklassen arbeiten die Schüler praktisch in Naturkunde, Physik und Chemie. Die Schüler fertigen verschiedene Schmuckgegenstände an und helfen bei der Vergrößerung der naturwissenschaftlichen Sammlungen und Lehrmittel an diesen Schulen. Wir befassen uns jetzt mit der Frage von Reformen im Programm, besonders beschäftigt uns die Frage der Erteilung des Unterrichts nach dem System der Wahlfreiheit. In den Mittelschulen besteht entweder nur eine Richtung, wie im Jerusalemer Gymnasium oder zwei — eine klassisch-literarische und eine realistische —, wie im Gymnasium „Herzlia" in Tel-Awiw. Wir wollen den Unterriebt individualistischer gestalten und die Freiheit in der Wahl der Fächer vergrößern. Unsere Schulen haben in der Erlernung des Englischen Bedeutendes geleistet. Den Absolventen unserer Mittelschulen steht der ganze Reichtum der englischem Literatur offen. Leider haben wir noch keine befriedigenden Resultate im arabischen Unterricht erzielt. Der Mangel an geeigneten Lehrbüchern hindert die Erreichung des erwünschten Zieles. Die Schüler unserer Mittelschulen organisierten Vereine für gegenseitige Hilfe. Sie beteiligten sich an der Verwaltung der Schulbibliotheken. An jeder Anstalt bestehen Gruppen, die sich unter Leitung eines Lehrers mit einem besonderen Lieblingsgebiet beschäftigen. Solche Vereine bestehen für Literatur, Geschichte und Naturwissenschaften. Sport ist ebenfalls bei unseren Schülern beliebt und auch hierfür bestehen besondere Gruppen. Die Absolventen unserer Mittelschulen sind mit dem Lande und der hebräischen Sprache verbunden. Ein Teil von ihnen geht nach Beendigung der Schule zu landwirtschaftlicher Arbeit über. Auch diejenigen, die im Auslande sich noch weiter bilden, kehren später zum größten Teil nach Palästina zurück, und es gibt schon jetzt Lehrer, Beamte, Ärzte und Ingenieure, die aus den Zöglingen unserer Mittelschulen hervorgegangen sind. Das hebräische Gymnasium in Tel-Awiw haben bis zu diesem Jahre 484 Schüler und1 Schülerinnen absolviert (darunter ein mohammedanischer Araber). Die in Palästina befindlichen1 Absolventen verteilen sich, soweit bekannt, nach ihren Berufen folgendermaßen: 47 Beamte, 33 Landwirte, 18 Lehrer, 5 Rechtsanwälte, 6 Chemiker, 4 Ingenieure, 3 Schriftsteller, 2 Ärzte, 1 Polizeioffizier. Die sich im Auslande aufhaltenden Schüler zerfallen in folgende Gruppen: 100 Studenten, 6 Ärzte, 7 Ingenieure, 5 Rechtsanwälte, 1 Archäologe, 1 Chemiker, Lehrer usw. , Das Jerusalemer Gymnasium absolvierten bisher 80 Schüler und Schülerinnen. Etwa 40 von ihnen befindensich in Palästina