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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 290

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 290 (sequence 290)
Language
German
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IRI
…/9038125-9038422--1639-9038710
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III. Das Departement für städtische Kolonisation. Die Prodüktivieruing der städtischen Siedlung ist eines der wichtigsten Probleme der ökonomischen Entwicklung eines jüdischen Palästina. In den Städten sind .82 Prozent der jüdischen Bevölkerung Palästinas konzentriert. Von der Einwanderung der letzten fünf Jahre ließen sich 81 Prozent in den Städten nieder. Unsere Landwirtschaft ist nicht imstande, in kurzer Zeit große Massen in sich aufzunehmen. Eine landwirtschaftliche Kolonisation in breitem Maßstabe erfordert Riesensummen, die die Zionistische Organisation nicht besitzt. Die Landwirtschaft — außer dem Pflanzungsbau, der nur für vermögende Leute in Betracht kommt, die nicht nur in die Wirtschaft selbst große Summen investieren, sondern die auch jährelang auf die Früchte warten können — bringt keine Gewinne und kann demnach für das Privatkapital keine Anziehungskraft besitzen. Unsere landwirtschaftliche Kolonisation erfolgt aus diesen Gründen aus den Mitteln der nationalen Fonds und hängt zum großen Teile von Faktoren ab, die sich dem Einfluße der zionistischen Organisation entziehen. Der Weg zur landwirtschaftlichen Ansied'lumg ist jedenfalls einem großen Teile der Einwandernden versperrt. Das Problem der Schaffung von Existenz-Möglichkeiten für die einwandernden Massen steht darum in seiner ganzen Schärfe vor der zionistischen Organisation. Die städtische Kolonisation ist ebenso wichtig wie die ländliche Kolonisation für die Produktivierung der städtischen Bevölkerung und für die Schaffung von Existenzmöglichkeiten für große Massen. Die Stadt hätte bei entsprechender Vorsorge zweifellos unserer Kolonisation neue Ströme der Einwanderung zugeführt und wir wären in gewissem Miaße von der jetzigen Krisis bewahrt geblieben. Nur kleine Geldmittel wären für diese Arbeit nötig gewesen; denn die Stadt wird1 ja ganz aus den Mitteln des privaten Kapitals aufgebaut. Doch zur Organisierung' dieses natürlichen Aufbau-Prozesses, zur Aulsnützung und Heranziehung aller in der Alijaih verborgenen Kräfte war es nicht nötig, Institutionen sondern erleichterte Bedingungen zu schaffen. Nicht die Investierung von Riesensummen^ sondern' geeignete Organisierung war nötig. Im Laufe ihrer zehnjährigen Arbeit verausgabte die zionistische Organisation für städtische Kolonisation einen Betrag von LE 38.900.— (von einer Gesamtsumme der Ausgaben von LE 3.056.987.—, d. h. also l,3°/0). Im Juli 1926 beschloß die zionistische Exekutive die Tätigkeit des Departements für Handel und Industrie zu erweitern und an seine Spitze ein Mitglied der zionistischen Leitung zu stellen. Das Departement begann seine systematische Arbeit erst am 15. November 1926, sodaß der Rechenschaftsbericht dieser Abteilung im Gegensatz zu demjenigen aller anderen Abteilungen der zionistischen Leitung nur eine sehr kurze Periode umfaßt. Ohne davon zu reden, daß diese Zeitspanne eine zu kurze war, um eine konkrete Tätigkeit — 290 —

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