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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 232

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 232 (sequence 232)
Language
German
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IRI
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Wanderung aus Argentinien und Brasilien beträgt mitunter 70°/0 der Einwanderung. Dabei ist zu bedenken, daß die Einwanderung in die Vereinigten Staaten in den Grenzen der „Quote" erfolgte, sodaß meist nur solche die Einwanderungserlaubnis erhalten, die von Familienangehörigen angefordert werden. Wir möchten noch auf die Tatsache hinweisen, daß die meisten Menschen, die in den letzten Jahren Erez Israel verließen, dies nur zeitweilig taten und vor ihrer Ausreise fast immer für sich eine gesetzliche Möglichkeit regeln, wieder in das Land zurückzukehren. Ebenso ist zu bemerken, daß die Auswanderungsbewegung in den ersten Monaten des Jahres 1927 wesentlich nachgelassen hat. Gegenüber dieser Auswanderung, die uns alle mit Sorgen erfüllt, möchten wir noch auf die Tatsache hinweisen, daß viele Touristen, die nur zeitweilig das Land zu besuchen beabsichtigten, Gesuche einreichen, im Lande verbleiben zu dürfen, da sie inzwischen genügenden Anhalt für ihre Existenz im Lande nachweisen können. 111. Die negativen Faktoren in der Einwanderung. 1. Der Einfluß der Einwanderungs-Gesetze. Mitte des Jahres 1925 veröffentlichte die Regierung das „Einwanderungs-Gesetz der Regierung von Erez Israel", das die Einwanderungs-Regeln des Jahres 1921 außer Kraft setzte und für die jüdische Einwanderung neue Regeln aufstellte. Der hauptsächlichste Inhalt des neuen Gesetzes ist: die Konzentrierung der Erteilung von Einwanderungs-Erlaubnissen durch den obersten Beamten des Einwanderungs-Departements der Regierung in Jerusalem und die Begrenzung der Kompetenz der Britischen Konsulate betreffs der Erteilung von Einwanderungs-Erlaubnissen nach eigenem Ermessen Die Folgen dieser neuen Ordnung machten sich insbesondere auf die Einwanderer aus der vermögenden Kategorie bemerkbar, die in der Einwanderung des Jahres 1925 34,9°/0 der Einwanderung ausmachte, während deren Anteil im Jahre 1926 nach dem Inkrafttreten der neuen Auslegungen des Einwanderungs-Departements der Regierung auf 7,2°/0 fiel. Zwar wirkte die neue Auslegung bereits auf die Einwanderung der letzten Monate des Jahres 1925; doch kamen, damals noch viele Einwanderer mit Vermögen, die ihre Visen vor der Bekanntmachung der neuen Anweisungen erhalten hatten, die den Britischen Konsulen verbieten, solche Visen nach eigenem Ermessen ohne ausdrückliche Rückfrage beim Einwanderungs-Departement in Jerusalem zu erteilen. Eine fatale Wirkung auf die Verminderung der Einwanderung von Vermögenden übte auch die wirtschaftliche Kriais aus, die damals über Polen hereinbrach. Die Notwendigkeit, Monate auf eine Antwort vom Einwanderungs-Department der Regierung in Jerusalem zu warten und sich während dieser Wartezeit in völliger Ungewißheit darüber zu be- — 232 —

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