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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1927-08-30 · XV (1927) · p. Seite 215

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XV (1927)
Date
1927-08-30
Page
Seite 215 (sequence 215)
Language
German
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IRI
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Durch diese Beschlüsse der Konferenz war dem Anleiheprojekt eine bestimmte Richtung gegeben. Es war aber infolge der späteren Entwicklung der Dinge unmöglich, durch die von der Konferenz vorgeschlagene Fühlungnahme mit dem Keren Hajessodi, mit Bankiers und mit der palästinensischen und englischen Regierung zu praktischen Resultaten zu kommen. Die Fühlungnahme mit dem Keren Hajessod sollte feststellen, ob der Keren Hajessod sich an der neu zu gründenden Land' Settlement Bank oder an der Indu- 'striebank mit größeren Summen beteiligen könne und1 wolle. Mit ^Rücksicht auf die großen Ansprüche, die gerade im letzten Jahre an den Keren Hajessod infolge der schwierigen Lage in Palästina gestellt wurden, wär es jedoch ausgeschlossen, von dem Keren ■Hajessod eine große Beteiligung für diese beiden neuen Institute zu 'verlangen. Eine Fühlungnahme mit jüdischen Bankiers hätte sich in erster Linie auf amerikanische Bankiers erstrecken müssen. Diese hätten aber, nachdem durch das Weizmann^Marshall-Abkommen die Entsendung einer Experten-Kommission nach Palästina vorgesehen war, sicherlich erklärt, daß1 sie zunächst; den Bericht der 'Experten-Komimission, abwarten müssen. Eine Fühlungnahme mit der englischen Regierung über eine eventuelle Beteiligung an der1 Agrarbank ist versucht worden, hat aber bisher zu keinem Ergebnis geführt. Unter diesen Umständen war die Anleihe-Kommission seit der Londoner Wirtschaftskonfereniz nicht in der Lage, ihre Vorschläge im positiven Sinne weiterzubringen, und es ist klar, daß jetzt in dieser Richtung nichts mit Aussicht auf Erfolg unternommen werden kann, solange nicht die Expertenkommission ihren Bericht erstattet, hat. An dieser Stelle soll deshalb nur ein Punkt hervorgehoben werden, der wahrscheinlich bei dem1 ganzen Anleiheprojekt im Mittelpunkt der Diskussion stehen wird Es ist von allen Seiten, anerkannt, daß eine landwirtschaftliche Kolonisation in Palästina ohne die Möglichkeit großer, langfristiger Kredite undenkbar ist. Es besteht aber eine Meinungsverschiedenheit darüber, ob die Beschaffung von Krediten sich nur auf die bereits bestehenden und als rentabel erwiesenen landwirtschaftlichen Betriebe beschränken oder sich auch auf die Ansieldr lung neuer Farmer erstrecken soll, bei denen von vornherein nicht feststeht, db sie reüssieren unldi zur Verzinsung und Rückzah^- lung der ihnen gewährten Darlehen imstande sein werden. Wenn mian die Kredite auf schon bestehende Farmen beschränken will, die einen zur Verzinsung und1 Amortisation des Kredites genügenden Nettogewinn aufweisen können, so würde die Gründung einer Agrarbank im Sinne der Beschlüsse der Londoner Wirtschaftskoinferenz genügen. Aber eine solche Agrarbank würde in Palästina nur ein begrenztes Feld für ihre Tätigkeit vorfinden, da in der Hauptsache nur die Besitzer von über sechs Jahre alten Orangen- — 215 -

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