Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 188 (sequence 188)
- Language
- German
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ihre geringere Kostspieligkeit durch eine Vereinheitlichung der Propaganden zu erzielen, die gleichzeitg auch — und das scheint uns wichtig — viel mehr als bisher den Zusammenhang unserer Finanzpropaganda mit der zionistischen Propaganda im allgemeinen wieder herstellen kann. So, und nur so, könnten dann auch die vielen wilden Sammlungen aller möglichen zionistischen Institutionen eingeordnet werden, die heute immer wieder der Arbeit der beiden großen Fonds sich störend in den Weg stellen, ohne daß die erzielten Ergebnisse das Maß an Unordnung und Schaden rechtfertigen, das dadurch angerichtet wird. In dem Zusammenhang müssen wir auch auf die Beamtenfrage hinweisen, die in der letzten Zeit in der zionistischen Öffentlichkeit: soviel Staub aufgewirbelt hat und von deren richtiger Lösung nach unserer Überzeugung die Zukunft der Arbeit der Fonds abhängt. Viel zu lange hat man die Ordnung der Beamtenfragen unterlassen und damit Anlaß zur Kritik gegeben. Viel schlimmer aber als diese Folge ist die Tatsache der allmählichen Aushöhlung des Beamtenstandes, den wir zu verzeichnen haben. Wir können unsere hauptamtlich tätigen Mitarbeiter in wachsendem Grade nicht mehr halten und wir finden keinen Ersatz. Unzureichende äußere und innere Bedingungen, mangelnde Aufstiegmöglichkeit und vor allem — die moralische und materielle Schutzlosigkeit lassen die Laufbahn als zionistischer Beamter immer weniger als eine zu erstrebende Lebensaufgabe erscheinen. Das ist die Tatsache, vor der wir stehen und1 die uns zu sehr ernsten Bedenken wegen der Zukunft unserer Arbeit Anlaß gibt. Wir können nur hoffen, daß der Kongreß dieser in jeder Hinsicht bedeutungsvollen Frage die erforderliche Aufmerksamkeit widmet und die richtigen Mittel zu ihrer Lösung findet. Der kritische Ton, auf den wir den Inhalt dieses Berichtes abzustimmen gezwungen waren, kann uns aber nicht hindern, mit großer Zuversicht und unerschüttertem Vertrauen für unsere Arbeit in die Zukunft zu blicken. Gerade unter den schwierigen Verhältnissen der beiden letzten Jahre hat sich gezeigt, wie außerordentlich populär der Gedanke des Keren Kayemeth ist, und wie sehr es im Grunde nur eine Frage der Methode ist, um die ganz ungewöhnlichen Möglichkeiten, die gerade für den KKL bestehen, in vollem Ausmaß auszunutzen. Wir sind tief davon durchdrungen, daß der Keren Kayemeth den Weg des Aufschwunges, den er noch bis zum vorigen Jahre aufzuweisen hatte, ohne weiteres wieder gehen kann und gehen wird, ja, daß er auf diesem Wege noch ungeahnte Erfolge erzielen kann, wenn nur alle Instanzen sich zusammenfinden, " um die propagandistischen und organisatorischen Voraussetzungen dafür zu schaffen. Wir können dieser Hoffnung umso sicherer sein, als wir uns stützen können auf die hingebungsvolle Mitarbeit vieler tausende von Freunden des Keren Kayemeth in der ganzen Welt, deren Tatkraft und unermüdlicher Mitwirkung in erster Linie die Erfolge zuzuschreiben sind, die wir bisher zu verzeichnen haben - 188 -