Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 186 (sequence 186)
- Language
- German
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Zum ersten Male machten wir einen größeren Versuch mit der Verwendung von Grammophon-Platten im Dienste unserer Propaganda. Basare und Ausstellungen sind in sehr vielen Ländern nach wie vor ein sehr beliebtes und eintragliches Sammelmittel, dessen Förderung wir uns sehr angelegen sein lassen. Der in Gemeinschaft mit der Gesellschaft „Mischar W'Taasijah" unternommene Versuch, âi» anläßlich des vorigen Kongresses gezeigte Palästina-Ausstellung in verschiedenen Ländern vorzuführen, scheiterte an der Schwierigkeit des Unternehmens. Die V e r s i c h e r u n g s a k t i o n, welche der Keren Kayemeth in der vorigen Berichtsperiode durch Abschluß eines Begünstigungsvertrages mit der Versicherungsgesellschaft „Phönix" eingeleitet hatte, wurde in der Tschechoslovakei, Österreich und Palästina fortgeführt und auf Jugoslavien und Deutschland sowie neuerdings auch auf Ungarn und Belgien ausgedehnt. Griechenland, Bulgarien und Ägypten folgen demnächst. Bis Ende Mai 1927 wurden 5500 Lebensversicherungen über eine Summe von rund 1,100.000 L. unter diesem Vertrag abgeschlossen. Die hieraus vom „Phönix" an den KKL und sonstige Palästinazwecke abgeführten Superprovisionen beliefen sich auf rund 12.000 L. Ferner hat der „Phönix" in Palästinawerten durch Ankauf von Mortgage-Bonds vorläufig 2000 L. investiert. Namens des KKL-Hauptbüros steht Dr. E. M. Zweig mit der Direktion des „Phönix" in ständiger Verbindung, um die Durchführung des Vertrages im zionistischen Sinne zu sichern. Testamente und Stiftungen: Aus dieser seit Beginn des KKL erprobten Einnahmequelle sind auch in der Berichtszeit verschiedene Zuwendungen zu verzeichnen; vornehmlich aus Nordamerika und anderen englischsprachigen Ländern. An Stiftungen seien genannt jene von Julius Schwarz-New York und Mrs. Irma Lindheim-New York von je 15.000 Dollars, welche dem KKL die Durchführung bestimmter wichtiger Landlkäufe ermöglichten. Auch die größte testamentarische Zuwendung dieser Periode von 10.000 Dollars stammt aus New York von dem jüngst dort verstorbenen Gordon Kliatscho. Die Ausnützung des Touristenverkehrs in Erez Israel im Dienste unserer Idee haben wir uns nach wie vor sehr angelegen sein lassen. Das von uns gemeinsam mit der zionistischen Palästina- Exekutive und dem Keren Hajessod unterhaltene Jüdische Informationsbüro in Jerusalem hat sich in dem durch seinen kleinen Etat bedingten Rahmen bewährt. Besonderen Anklang fand der von uns gemeinsam mit dem Keren Hajessod herausgegebene Führer „Das jüdische Palästina", der in englisch und deutsch erschienen und bereits vollständig vergriffen ist. Mehr als in anderen Jahren hat uns in der Berichtsperiode die Frage der Kosten unserer Sammlungen Sorgen bereitet. Der große Aufschwung der Periode 5683, 5684 und 5685 war bei den Sammelstellen mit einem erheblichen Ausbau des Apparates ver- — 186 -