Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 183 (sequence 183)
- Language
- German
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die Grundlage einer lebendigen, arbeitenden, arbeitswilligen und arbeitseifrigen Organisation. Unter den hier beklagten Erscheinungen litt besonders die Arbeit des Jahres 5687, des Jubiläumsjahres des Keren Kayemeth Wir hatten gehofft, daß das Jahr, in dem das 25jährige Bestehen des KKL gefeiert wurde, in der ganzen Welt zum Anlaß besonderer Anstrengungen für den KKL genommen werden würde. Unsere Erwartungen sind enttäuscht worden. Nach den bisher vorliegenden Ergebnissen ist anzunehmen, daß das Jahr 5687 mit einem Minderergebnis gegenüber dem vorhergehenden Jahre abschließen wird Tatsächlich hat die Jubiläumsaktion nur in einer geringen Anzahl von Ländern die besondere Beachtung und Unterstützung seitens der führenden zionistischen Instanzen und Verbände gefunden, auf die sie Anspruch hatte. Es ist kein Zufall und steht mit dem Vorhergesagten im engen Zusammenhang, daß von den Sammelmitteln des KKL das unscheinbarste, die Büch s e, wachsende Bedeutung erlangt. Sie wird in allen Ländern mehr und mehr das Rückgrat der KKL-Sammlung. Wir haben es uns angelegen sein lassen, das Verständnis für die Bedeutung der Büchse und die richtige Methode der Büchsenarbeit zu erzielen durch Schaffung besonderer Arbeitsgemeinschaften (Gdudim), durch Bereitstellung von „Materialien" für die Diskussionen und Kurse in diesen Gdudim. Die besondere Aufmerksamkeit, die wir der Büchsenarbeit gewidmet haben, scheint uns auch eine Möglichkeit zu sein, die Keren Kayemeth-Arbeit wieder in enge Berührung mit der jüdischen Jugend und der jüdischen Frau zu bringen. Der Neuorganisierung der Büchsenarbeit und der systematischen Erziehung der F r a u e n zu dieser Arbeit waren insbesondere die verschiedenen Reisen unserer ehrenamtlich tätigen Delegierten Frau Sari Berger gewidmet. Nachdem ihre ersten Bemühungen dieser Art in Ostgalizien zu sehr interessanten Ergebnissen geführt hatten, arbeitete sie mehrere Monate in Amerika, wo sie besonders in sehr ersprießliche Berührung mit der Organisation zionistischer Frauen Amerikas „Hadassah" gekommen ist. Stellt die jüdische Frau den Kreis dar, den wir für unsere Arbeit neu gewinnen uncf organisieren müssen, so haben wir in der jüdischen Juge n d ein unendliches Reservoir für die Mitarbeiterschaft, das uns einstmals gehört hat und das uns verloren zu gehen droht. Wir hielten uns für verpflichtet, einen Versuch zu machen, um die Bedingungen zu klären, unter denen die zionistische Jugendarbeit wieder vertieft und verbreitet werden könnte, insbesondere in dem großen Massenbecken der jüdischen Jugend in Osteuropa. Diesem Zweck dient die Reise des Leiters unserer Presseabteilung, Herrn Bistritzki, nach Polen und Osteuropa. Die Ergebnisse dieser Reise verlangen eine gemeinsame Prüfung und Bearbeitung mit allen zionistischen Instanzen. Neben der Büchse gewinnt in wachsendem Grade die Arbeit für das Goldene Buch Bedeutung für den Keren Kayemeth — 183 -