Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 182 (sequence 182)
- Language
- German
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Zeit in Belgien tätig und wurde dann von uns wieder der Sammelstelle in der Schweiz zur Verfügung gestellt. Besondere Mühe verwandten wir auf den Wiederaufbau der Sammelstelle in Ägypten. Nach verschiedenen vorbereitenden Besuchen des Herrn Berger und später des Herrn Dr. Sußmann entsandten wir den Leiter unserer französischen Stelle im Hauptbüro, Herrn Grünhut, in diesem Jahre für einige Monate in dieses Nachbarland von Erez Israel, das bisher für die zionistische Arbeit so wenig ergiebig war und von dem wir glauben, viel erwarten zu können. Ein Land, in das wir mehrfach unsere Delegierten schickten, war auch Griechenland. Nachdem im vorigen Jahre Herr Dr. Sußmann dort in unserem Auftrage einige Zeit geweilt hatte, ist jetzt Herr Etienne Bäsch für uns nach Griechenland gereist. Zwecks Belebung der Sammeltätigkeit in Südamerika delegierten wir Herrn Dr. Juris nach Argentinien, Chile, Brasilien. Im Fernen Osten arbeitet Dr. Alexander Goldstein gemeinsam für den KH und KKL. Seine Tätigkeit hatte eine Erneuerung der KKL- Tätigkeit in Vorder- und Hinterindien, Niederl. Indien, Australien und Neuseeland zur Folge. Hauptsächlich organisatorischen Zwecken diente die Reise, die Herr Dr. Wollstein im letzten Jahre in die Balkanländer unternahm. Während 7 Monaten besuchte er die Sammelstellen in Bulgarien, Altrumänien, Beßarabien, Bukowina, Transsylvanien und Ungarn und machte auch einen kurzen Abstecher nach Ost- und Westgalizien. Auch in England lassen die Verhältnisse eine persönliche Beeinflußung in organisatorischipropagandistiseher Hinsicht erwünscht erscheinen. Zu dem Zwecke delegierten wir noch unmittelbar vor dem Kongreß im Juni d. J. den Leiter unserer englischen Abteilung, Herrn Elias M. Epstein, nach London. Wir halten die organisatorischen Aufgaben, zu deren Bewältigung wir so viel Delegierte entsandten, noch nicht für abgeschlossen. Die Propaganda für den Keren Kayemeth ist eine erzieherische, eine zionistische Propaganda im besten Sinne des Wortes. Tatsächlich hat der organisierte Kreis der KKL-Sammler sich in mehr als einem Lande als die Basis der zionistischen Arbeit erwiesen, die Bestand hatte über die Schwächemomente der lokalen Organisationen hinaus. Umso bedauerlicher ist es, daß gerade die KKL- Arbeit in sehr vielen Ländern und bei den Leitungen sehr vieler unserer Organisationen immer noch nicht die genügende Beachtung findet. Immer wieder sehen wir, daß der Keren Kayemeth wie ein Aschenbrödel behandelt wird, dem man nur die Überreste an Aufmerksamkeit, an Energie und Kräften zuwirft. Die kleine Spende, auf der die Sammlung für den KKL aufgebaut ist, verführt dazu, die Arbeit als klein zu betrachten und ihr nur geringe Aufmerksamkeit zuzuwenden. Aber das ist ein Trugschluß. Gerade diese Kleinarbeit, systematisch betrieben, sichert uns die Herzen der Massen und schafft mehr als irgend eine andere zionistische Propaganda - 182 -