Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XV (1927)
- Date
- 1927-08-30
- Page
- Seite 15 (sequence 23)
- Language
- German
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die jüdischen Gemeinschaften noch nicht kundgemacht sei, sich darauf beschränken müsse, das Memorandum und die Bemerkungen der Mandatarmacht zur Kenntnis zu nehmen. Doch wurde darauf hingewiesen, daß der „Waad hair aschkenasi", dessen Forderungen in dem Memorandum der Agudah vertreten waren, nur eine kleine Minderheit der jüdischen Bevölkerung von Palästina umfasse und daß kein Grund: bestehe, anzunehmen, daß die orthodoxen Juden nicht innerhalb einer gemeinsamen jüdischen Gemeinde leben und die gleiche Freiheit genießen könnten, die ihnen in England zur Verfügung steht, besonders mit Rücksicht auf die Zusicherung der Mandatarmacht, daß nicht die Absicht bestehe, irgendeinen Einzelnen oder eine Gruppe zur Unterordnung urotei den Waad Leumi zu zwingen. Mit Bezug auf das arabische Memorandum legte die Kommission in ihrem Bericht Nachdruck auf die Tatsache, daß das Exekutivkomitee des Arabischen Kongresses zum erstenmal nicht eine Haltung vollständiger Opposition gegen das Mandat eingenommen hatte, sondern sich bloß darüber beklagte, daß jener Teil des Mandates nicht angewendet werde, der sich auf die Entwicklung von Selbstverwaltungs-Institutionen bezieht. Dies wurde, nach dem Ausdruck des Berichterstatters, als ein deutlicher Schritt vorwärts angesehen. Die Kommission nahm auch „die Erklärung des beglaubigten Vertreters der Mandatarmacht, daß der arabische Teil der Bevölkerung allmählich seine Haltung der Non-Kooperation mit der Manda tarmacht aufgibt", mit Genugtuung auf und drückte die Ansicht aus, daß „es daher immer leichter werden würde, passende Personen zu finden, die an der Arbeit der Regierung teilnehmen können". Es ist offensichtlich, daß die Berichte dieser beiden Sitzungen der Ständigen Mandatskommission einen entschiedenen Fortschritt in der Bewertung der Wirklichkeiten der Situation in Palästina darstellen, und besonders wird der hoffnungsvolle Ton der Bemerkungen beachtet werden, der so stark mit dem schwach verschleierten Pessimismus ihres ersten Berichtes über Palästina im Jahre 1924 kontrastiert. Andererseits zeigt der Bericht Mar, daß die Kommission, die naturgemäß unter den Begrenzungen arbeitet, die ihr durch ihre Entfernung von Palästina auferlegt sind, in ihrem Urteil in sehr weitem Maß von der Information und den Vorschlägen der Mandatarmacht und ihres beglaubigten Vertreters abhängig sein muß. Die Aufrechterhaltung eines engen Verständnisses mit der Mandatarmacht muß daher, wie bisher, als eine Kardinalforderung der zionistischen Politik angesehen werden. 13. Hervorragende nichtjüdische Freunde des Zionismus. Die Zionistische Exekutive ist glücklich, Zeugnis von den Diensten abzulegen, die während der Berichtsperiode von einigen ausgezeichneten nichtjüdischen Freunden der Bewegung geleistet — 15 —