Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 183 (sequence 212)
- Language
- German
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— 183 — Die Ergebnisse der letzten Jahre zeigen folgendes Bild: 1908 Ji 3 785.23 1909 „ 3 623.74 1910 „ 2 896.— 1911 bis 30. Juni „ 2 368.60. Das laufende Jahr weist also bisher eine besonders gute Ziffer auf. Wir hoffen demnach, daß wir zum Ende des Jahres ein stattliches Ergebnis erreichen werden und daß unser Fonds in Bulgarien weiterhin gute Erfolge erzielen wird. Varna, Juni 1911. Commission supérieure banque et fond pour le Judaïsme de Bulgarie J. Avramoff, Präsident. PALÄSTINA Bevor wir über den Erfolg der Sammeltätigkeit vom 1. Oktober 1909 bis zum 31. März 1911 berichten, wollen wir kurz über die eigenartige Stellung der palästinensischen Judenheit zu dem Jüdischen Nationalfonds sprechen. Während für den Juden des G-oluth der Jüdische Nationalfonds meist das einzige Mittel ist, durch welches er sich für die Auflebung Palästinas betätigen kann, scheidet dieses Moment für den in Palästina wohnenden Juden aus, da ja seine Gesamttätigkeit der Wiedergeburt Palästinas zugute kommt. Dazu kommt noch, daß etwa 20000 Juden des neuen Jischuw — und diese allein kommen vorläufig für unsere Sammeltätigkeit in Betracht — an allerhand nationalen und kulturellen Institutionen, die in Palästina in den letzten Jahren geschaffen wurden, stark engagiert sind. Wenn trotzdem in den letzten anderthalb Jahren der Jüdische Nationalfonds eine Einnahme von 2713.35 Frs. erzielt hat, so ist dies ein Beweis, daß er sich hier großer Sympathien erfreut. Diese Stimmung kommt auch immer wieder in der hiesigen jüdischen Presse zum Ausdruck. Wir wollen hier nur einige Worte zitieren, die einem Aufsatze in der Nummer 7 und 8 des Arbeiterblattes „Hapoel Hazaïr" entnommen sind. U. a. heißt es dort: „Der Jüdische Nationalfonds hat planmäßig seine Arbeit aufgenommen und seine Quelle wird nie versiegen. Er ist wie ein aus dem Herzen der Nation sich ergießender Strom. Schöpfet mit aller Macht, und die Strömung wird stets zunehmen. Das Volk ist von der gewaltigen Aufgabe seines Fonds tief durchdrungen, und sobald es bekannt wird, daß der Volksschatz schon jetzt seine Aufgabe treulich erfüllt, so wird es an Mitteln nicht mehr fehlen. Auch mißglückte Versuche werden den Glauben des Volks nicht schwächen, wenn nur die Arbeit im Lande nicht erlahmen wird, denn nur die Todesstille des Nichtstuns ist unsere wahre Gefahr und die Nichtbenutzung der aufgehäuften Volksschätze und Mittel bildet den Würgengel für die Volkskräfte und für die ganze Nation." Wie in der vorigen Berichtsperiode, so hat auch in der jetzigen die Ölbaumspende die größten Einnahmen aufzuweisen, ja, sie ist sowohl absolut, als auch proportionell gegenüber den Gesamteinnahmen gewachsen. Denn