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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1911-08-09 · X (1911) · p. Seite 147

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
X (1911)
Date
1911-08-09
Page
Seite 147 (sequence 174)
Language
German
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— 147 — Die Marken finden steigenden Absatz. Der angekündigten billigen Palästinamarke wird mit großem Interesse entgegengesehen. Der Absatz von Telegrammen ist ziemlich beschränkt. Die Wertzeichen werden von den Kommissären und andern Vertrauenspersonen, denen wir in geeigneten Fällen einen größern Posten gegen Anzahlung in Kommission geben, verkauft. Die Gol den-Buc hzahlungen werden genau registriert. Die S elbstb esteu erung ist wenig eingebürgert. Die Markensammlung wird von Herrn Dr. Löwenheim mit Fleiß und Umsicht betrieben, findet aber bei weitem nicht ausreichende Unterstützung. Die Materialiensammlung liegt ziemlich darnieder. Aus letztwilligen Verfügungen ist dem N. F. in Deutschland noch nichts zugeflossen, obwohl ihnen rechtlich keine Schwierigkeiten entgegenstehen und die erforderliche staatliche Genehmigung auch ohne weiteres zu erlangen wäre. Auf Grund des in Nr. 33 der „Welt" 1910 veröffentlichten Artikels über „Letztwillige Verfügungen zugunsten des Nationalfonds" wird sich hierin aber sicherlich noch vieles erreichen lassen. IV. Propaganda. Die Propaganda bildet den Avesentlichsten Teil der ständigen Arbeit des N. F.-Bureaus. Schriftlich pflegen wir uns in ausführlichen Einzelbriefen von persönlicher Färbung an Personen zu wenden, von denen wir erfahren, daß sie zu Spenden geneigt sind. Durch eindringliche Schreiben, die, ohne pathetisch zu sein, auf die Bedeutung des Nationalfonds hinweisen und an das jüdische Gefühl auch der Nichtzionisten appellieren, lassen sich gute Erfolge erreichen. Daß wir die zionistische Presse ständig zu unsern Verlautbarungen benutzen, ist selbstverständlich. Abwechselnde Hinweise auf die einzelnen Sammelmittel in Form kleiner Aufsätze, die am besten irgend etwas Aktuelles zum Anlaß nehmen, haben sich als zweckentsprechend erwiesen. Auch die nichtzionistische Presse hat unsere Korrespondenzen gelegentlich aufgenommen. Wir bezogen vom Hauptbureau etwa 10000 Flugblätter in deutscher Sprache und setzten 7—80C0 davon ab. Ein eignes Flugblatt haben wir bisher nicht, beabsichtigen aber eines herzustellen. Flugblattartige Rundschreiben für lokale Zwecke stellten wir auf Wunsch gelegentlich her. Die Verteilung erfolgte gratis. — Eine Broschüre, die ohne Weitschweifigkeit in gediegener Sprache die Bedeutung und die bisherige Tätigkeit des Nationalfonds im Rahmen einer gründlichen Betrachtung über die jüdische Kolonisationspolitik auseinandersetzt, vermissen wir sehr. Eine solche Broschüre dürfte schon 25 Pfennig kosten, müßte aber, wie alles Propagandamaterial, nötigenfalls an neue Interessenten auch gratis abgegeben werden können. Zirkulare erließen wir in großer Fülle. Wir bemühten uns dabei stets den Eindruck zu vermeiden, als ob es uns ausschließlich auf die Geldspenden ankomme, sondern verbanden mit der selbstverständlichen Aufforderung zum Geben stets wieder eine eindringliche Motivierung der unbedingten und dringenden Notwendigkeit unserer Arbeit. Wir werden nunmehr auch Rundschreiben an einzelne Berufsstände in den Kreis unser Arbeit ziehen, insbesondere um auf diese Weise neue Büchsen unterzubringen. Propaganda bei 10*

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