Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 125 (sequence 148)
- Language
- German
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— 125 — für 1911 nach Köln vorgelegt werden konnte. Auch werden ab 1911 Monatsabschlüsse gemacht, um vor einer Überschreitung des Budgets rechtzeitig zu warnen. Seit 1911 Avurde ein Posteingangsbuch neu eingeführt, hingegen erübrigt sich seit Fertigstellung der Büchsenkartothek die Fortführung der Büchsenindices. Die Ablieferung der N. F.-Gelder an die Bank erfolgt allwöchentlich unter gleichzeitiger Verständigung des Hauptbureaus, hingegen verrechnen wir mit Professor Warburg-Berlin (PLDC) und mit den andern Institutionen (JCT, APC, Bezalel, Zentralbureau Köln) allmonatlich. Die N. F.-Verkaufsartikel bezahlten wir, soweit sie den uns eingeräumten Kredit überstiegen, der Bank jeweils bei Bestellung. Die Statistik, welche es ermöglicht, die Leistungen von früher und jetzt, von Distrikt zu Distrikt, von Ort zu Ort gegenüberzustellen, schien uns das beste Mittel, den Wetteifer aller auszulösen. Leider fehlte es uns früher an Raum, die Ergebnisse unserer statistischen Arbeit im Ausweisorgan zu verlautbaren. Auch war die Mühe, die betreffenden Daten aus dem Ausweis zusammenzustellen, bisher so zeitraubend, daß bis zur Ermittlung der — auch dann noch nicht verläßlichen — Endergebnisse oft ein halbes Jahr verstrich, also Zeit genug, um diesen Ergebnissen das Interesse der Aktualität zu rauben. Anfangs 1911 ließen wir daher Evidenzbogen drucken, welche nach Spendenzwecken und Sammelmitteln einerseits, nach den Nummern des Ausweisorgans anderseits eingeteilt sind, und sandten sie den Ortskommissären in je zwei Exemplaren mit dem Auftrag, sie sorgsam auszufüllen, das eine jeweils am Anschlagbrett des Vereins oder sonst öffentlich auszuhängen, das andere sofort nach Semesterschluß durch Summierung der Kolonnen abzuschließen und uns zuzustellen. Durch Kollationierung dieses Exemplars mit dem dritten von uns geführten werden etwaige Fehler sofort entdeckt. Die Evidenzbogen erfüllen neben dem statistischen auch einen erziehlichen Zweck, indem sie die Ortskommissäre unter strenge Kontrolle nehmen und so zu steter Anstrengung anspornen. Ende 1911 werden wir die Evidenzbogen in verbesserter Auflage versenden mit Beidruck eines Fragebogens über die Zahl der Juden im Ort, über den Kultusvorstand, Rabbiner, die jüdischen Vereine, die N. F.-Kommission und die eifrigen Sammler, den Bedarf an Flugblättern usw., kurz über jene Daten, welche in unserer Ortskartothek wohl enthalten sind, aber einer periodischen Revision bedürfen. 1910 zählten wir 411 Orte, aus denen N. F.-Spenclèn einliefen, jedenfalls eine Zunahme gegen das Vorjahr, dessen Daten uns nicht genau bekannt sind, doch im Hinblick darauf, daß Osterreich 590 Kult.usgemeinden zählt, noch immer ungenügend. Die Korrespondenz nahm ständig zu. Der Postausgang betrug: 1909................ 8900, 1910................14852, 1911 bis 15. Mai..... 4832, Poststücke, Zirkulare und Pakete mitgezählt, daher ein Monatsdurchschnitt