Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 85 (sequence 104)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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— 85 — Es wird von den Unterzeichneten Wert darauf gelegt, daß bei all diesen praktischen Obliegenheiten der wissenschaftliche Charakter des Instituts auf das, strengste gewahrt bleibt. In der Innehaltung dieses Grundsatzes wird eine Gewähr dafür gesehen, daß das Institut sich zu dem Vertrauen des engeren Landes und der türkischen Regierung auch dasjenige der im Orient und in Europa bestehenden hygienischen Schwesterinstitute erwirbt, so daß es mit der fortschreitenden Entwicklung des Landes und der eignen Hilfsmittel in den Stand gesetzt wird, Aufgaben größeren Stils in die Hand zu nehmen. Insbesondere kommt bei der geographischen Lage Palästinas in Betracht, daß durch die neuen Bahnverbindungen mit dem südlichen Arabien — Hedschasbahn — einerseits und nach Vollendung der Bagdadbahn mit Konstantinopel anderseits die Gefahr der Seucheneinschleppung (Cholera und Pest) nicht bloß für Palästina, sondern auch für Europa in greifbare Nähe gerückt worden ist. Als Ort für die Errichtung des Instituts ist die Hafenstadt Haifa ausersehen worden. Haifa ist der Punkt, wo die von Mekka kommende Hedschasbahn das Meer erreicht, und wird nach vollendetem Ausbau des Hafens wohl binnen kurzer Zeit einer der wichtigsten Knotenpunkte des Seeverkehrs jener Gegenden sein. Hier ist daher der gegebene Platz für ein Institut, das bestimmt ist, seine Wirksamkeit über weite Gebiete zu erstrecken. " Hebräisches Gymnasium zu Jaffa Dem Berichte über die Lage des Hebräischen Gymnasiums in der Palästinanummer der „Welt" sei hier folgendes entnommen: J;Das wichtigste äußere Ereignis im Leben des Gymnasiums ist der Bau des neuen Gebäudes, das wir der Munifizenz unseres Freundes und Gönners, Herrn Lord Major Jakob Moser, verdanken. Als Herr Moser mit seiner Gattin zweimal nacheinander Palästina und das Gymnasium besuchte, machte das innere Leben der Schule einen so tiefen Eindruck auf ihn, daß er in großartiger Weise zu den bereits gespendeten 80000 Frs. noch weitere 45 000 Frs. hinzufügte. Jetzt ist dank ihm das Werk, das den Namen Theodor Herzls trägt, bereits zur Tat geworden. An dem einen Ende von Tel-Awiw erhebt sich der Bau, die Herzlstraße mit seinem mächtigen Portal abschließend, ein Wahrzeichen der neuen Siedlung, von überall sichtbar, alles überragend. Es ist ein Werk des begabten Architekten Barsky, in einem ganz originellen Stil, mit Benutzung alter semitischer Motive gebaut. Innen ist es mit geräumigen, lichten, luftigen Sälen und mit breiten Wandelhallen ausgestattet; im ersten Stockwerk befindet sich die Aula des Gymnasiums, die auch für die Abhaltung von Versammlungen und Theatervorstellungen verwendet werden soll. Von einzelnen Zimmern genießt man einen entzückenden Blick auf das malerisch gelegene Jaffa und auf das Meer. An das Gebäude schließt sich ein großer Hof an, binnen kurzem wird auch ein botanischer Garten angelegt werden. ■— Das Haus ist bereits