Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 63 (sequence 76)
- Language
- German
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— 68 — Odessaer Komitee; mit einer Anzahl wohlhabender Juden stehen wir noch in Verbindung, die gewillt sind, angekauften oder noch zu erwerbenden Besitz dem N. F. zu überlassen. Nicht unerwähnt wollen wir lassen, daß Körperschaften und Einzelpersonen immer größeres Vertrauen zu unserer Verwaltung fassen und s^.e mit der Begründung von Institutionen (wie der Handwerkerschule seitens eines Kiewer Philanthropen) betrauen. — Einige Versuche mit gelegentlichen Rednern, die sich eine Zeitlang nur mit Propaganda des N. F. befaßten, wurden in Rußland, Uugarn und Amerika gemacht, für deren Entsendung wir besondere Subventionen bewilligt haben. Für das Wintersemester ist eine Tournee eines palästinensischen orthodoxen Kolonisten geplant, der speziell die strenggläubigen Kreise im Osten interessieren will. Nach unsern bisherigen Erfahrungen können nur solche Redner mit dauerndem Erfolge wirken, die auch mit der ganzen Organisation des Nationalfonds, mit der ganzen Technik seiner Sammelstellen, der Ausnutzungsmöglichkeit seiner Sammelmittel und ganz besonders mit seiner Tätigkeit in Palästina vertraut sind, da sie nur dann in der Lage sind, die durch ihre Propagandaarbeit erzielten Wirkungen sofort gründlich für den N. F. auszunützen. Agitation durch Anschauungsmittel. Ein Mittelding zwischen der schriftlichen und mündlichen Propaganda wird unser nächster Versuch sein, Lichtbilder vorzuführen. Diese Lichtbilder werden Besitzungen des N. F. veranschaulichen, das Leben in Paläslina in Stadt und Land darstellen und so das Interesse breiter Schichten unseres Volkes wecken. Einer unserer besten Redner hat einen umfassenden Vortrag zu einer Serie von Bildern verfaßt und wird ihn anläßlich des Kongresses zum ersten Male öffentlich halten; dieser Vortrag wird unsern Vertrauensmännern gedruckt zur Verfügung gestellt werden und so alle unsere Mitarbeiter in die Lage setzen, jederzeit instruktive Vorträge unter Vorführung der Lichtbilder zu halten. Sollte dieser Versuch sich bewähren, woran wir nicht zweifeln, so beabsichtigen wir auch lebende Bilder (kinematographische Darstellungen) vorführen zu lassen. Ein ausgezeichnetes Propagandamittel bilden Ausstellungen, die aber noch eines entsprechenden Organisationsapparates bedürfen, um sich aus den kleinen Anfängen, wie sie im letzten Jahre hier und da auftauchten, zu einem permanenten Agitationsmittel zu entwickeln. Solche Ausstellungen erfordern große Geldmittel, die wir nur dann anlegen können, wenn wir die Gewähr haben, daß die Erfolge der Ausstellungen die aufgewendeten Kosten rechtfertigen können Die wirksamste Veranschaulichung der palästinensischen N. F.-Besitzungen würde, wie auf allen Ausstellungen, die plastische Darstellung durch Modelle bilden, deren erstmalige Herstellung indes so kostspielig ist, daß wir uns zu ihrer Anschaffung nur entschließen können, wenn die Abnahme einer größern Anzahl von