Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 58 (sequence 71)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/9038125-9038126--0074-9038197- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— 58 — Wir sind andauernd bemüht, die große Popularität dieser Spendenart zu erweitern, was wir auch durch zahlreiche Flugblätter und Broschüren bereits erreicht haben. Hiervon geben die ständig wachsenden Eingänge für die Ölbaumspende Zeugnis. Goldenes Buch. Das Goldene Buch des Nationalfonds wird immer mehr zu einer Chronik des jüdischen Volkes. Alle tragischen und freudigen Ereignisse, die in irgend einer Beziehung zur jüdischen Gemeinschaft stehen, werden zum bleibenden Andenken in diesem Buche niedergelegt, das später dem künftigen Jüdischen Museum im heiligen Lande übergeben werden soll. Vom ersten Baseler Kongreß über die Gräber von Kischinew bis Drohobycz, von dem düstern Tage, da Theodor Herzl von uns ging, bis zu den Jahrzeittagen, die jüdische Pietät ihren Lieben widmet, — vorbei an den Marksteinen, welche die Tagungen der Zionisten in allen Ländern in unserer Geschichte darstellen, die freudigen Ereignisse der großen Gemeinschaft und der jüdischen Familie, — all dies findet seinen Ausdruck in den Blättern des Goldenen Buches. Seine Anziehungskraft wirkt darum heute nach 9 Jahren ungeschwächt fort und es hat in den vergangenen 18 Monaten 700 neue Eintragungen erhalten (hiervon entfallen auf 1910 451, auf die ersten 6 Monate 1911 249, gegen 418 im Jahre 1909). N. F.-Marken. Die Marke hatte, wie erinnerlich, zuerst als Quittung für alle Spenden gedient; sie wurde deshalb vielfach den Vertrauensmännern auf Kredit gegeben. Von diesem Modus mußte man aber im Laufe der Zeit wegen der Inkasso-Schwierigkeiten abgehen. Anderseits hat die Ausgestaltung der andern Sammelmittel, die Ausgabe der Sammelbogen und Olbaumbestätigungen, die regelmäßigen Veröffentlichungen in der jüdischen Presse die Marken als Kontrollmittel zurücktreten lassen. Nichtsdestoweniger wäre es möglich, mit Hilfe dieses Sammelmittels unserm Fonds große Einnahmequellen zu erschließen, wenn im Sinne unserer wiederholten Aufforderungen von unsern Vertrauensmännern mehr darauf hingearbeitet worden wäre, daß die N. F.-Marke sich auf jedem Briefe, jeder Eintrittskarte usw. vorfindet. In jenen Gebieten, wo unserer Instruktion ausreichend entsprochen wurde, ist der Erfolg deutlich sichtbar. So warden in Amerika mehrere tausend Mark anläßlich der hohen Feiertage durch den Verkauf der Marken für Bethauskarten erzielt; ferner wurden dort mit größern Geschäftshäusern Vereinbarungen getroffen, wonach diese die Marken als Warenzeichen verwenden. Im allgemeinen ist leider in den meisten Ländern für die Verbreitung dieses Sammelmittels sehr wenig geschehen, so daß der Ertrag hierfür in der letzten Zeit stark zurückgegangen ist. Es gingen ein: 1908......... 26538^ 1909......... 33016 „ 1910......... 32328 , 1911 bis 1. VII. 8259 „