Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 57 (sequence 70)
- Language
- German
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— 57 — darauf zu achten, daß die Kommissäre mindestens zweimal jährlich die Leerung der Büchsen veranlassen und eventuelle Veränderungen der Adressen usw. melden; hierdurch allein wird eine automatische Steigerung der Einnahmen herbeigeführt. — Für kleinere Sammelstellen, deren geringerer Büchsenbesitz die Einrichtung einer Kartothek nicht erfordert, haben wir als Hilfsmittel eine verbesserte Auflage der alten Evidenzhaltungshefte anfertigen lassen". Um unsern Sammelstellen und ihren Kommissären viel Schreibarbeit zu ersparen und doch ordnungsmäßige Listen von ihnen zu erhalten, haben wir unsere alten Büchsenquittungen kassiert und 1000 neue Büchsenempfangs- und 4750 Leerungsscheine in Heften à 20 Serien herstellen lassen. Trotz genauer Gebrauchsanweisung sind diese äußerst zweckmäßigen und sehr einfach zu handhabenden Kontrollmittel nur in wenigen Ländern eingeführt. Unsere dringenden, fortgesetzten Aufforderungen zur Eruierung der früher verteilten und der Evidenzhaltung der neu ausgegebenen Büchsen hatten nur geringen Erfolg. In manchen Ländern blieben sogar viele Tausende von Büchsen, die vor kurzer Zeit verteilt worden waren (in Amerika waren es nicht weniger als 10000), verschollen; die betreffenden Sammelstellen waren nicht in der Lage, dem Hauptbureau irgendwelche Angaben hierüber zu machen. Die N. F.¬ Verwaltung hatte daher beschlossen, mit der Ausgabe neuer Büchsen zurückzuhalten, bis die fehlenden Büchsen soweit wie möglich aufgefunden und der ganze Büchsenbestand durch eine umfassende Kontrolle bei den Sammelstellen und dem Hauptbureau gesichert sei. Nichtsdestoweniger haben wir in den vergangenen 18 Monaten für den dringendsten Bedarf doch 38000 Büchsen hergestellt, und zwar für Rußland 8000, für Amerika 10000 und für 'die andern Länder 20000. Zu dieser Bestellung haben wir uns entschlössen, als uns von den Ländern, in denen bisher die Organisation dieses Sammelmittels gar zu sehr vernachlässigt war, die bestimmte Zusicherung gegeben wurde, nunmehr genau auf die Büchsen zu achten. Ölbaumspende. Als im Jahre 1908 der.Verein „Ölbaumspende" zum Zwecke der gesonderten Verwaltung der Pflanzungen auf Anregung der Kölner Zentrale begründet wurde, hielt, es letztere für angebracht, dem Verein auch die Organisierung der Sammlungen und die Einkassierung der Gelder zu übertragen. Nachdem aber die Propaganda und Sammelarbeit hierfür hauptsächlich durch die Funktionäre des N. F. betrieben wurden, und sich aus der doppelten Verrechnung der Sammelstellen viele Schwierigkeiten ergaben, wurde die Wiedervereinigung der Sammlungen für die Ölbaumspende mit dem Hauptbureau beschlossen, die im April 1910 erfolgte. Die Verwaltung der Pflanzungen blieb nach wie vor unter der Aufsicht des Vorsitzenden des Vereins Oelbaumspende, Herrn Professor Warburg.