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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1911-08-09 · X (1911) · p. Seite 52

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
X (1911)
Date
1911-08-09
Page
Seite 52 (sequence 65)
Language
German
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IRI
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— 52 sind und wo wir bisher vergeblich durch Briefe an Notabeln Fuß zu fassen suchten. Möglicherweise werden auch Indien und Japan die Reihe vergrößern, woselbst bereits vereinzelte Freunde unserer .Sache vorhanden sind, mit denen wir uns in Verbindung setzten. Unseres Erachtens ist hauptsächlich der Umstand maßgebend, ob in den Ländern, aus denen unserm Fonds Gelder zufließen, Landessammelstellen bestehen, die eine der Zahl und Vermögenslage der Juden entsprechende Summe aufbringen oder nicht. Ehe wir auf die bezüglichen Leistungen der einzelnen Länder eingehen — wir werden dies nur insofern tun, als letzere nicht oder nur ungenügend sich aus den Berichten unserer Sammelstellen ergeben, — möchten wir eine andere organisatorische Frage behandeln. In unserm Berichte von 1909 wiesen wir bereits auf die grundlegende Reform hin, welche die Kölner Verwaltung bei Übernahme des Bureaus von Wien angebahnt bzw. durchgeführt hat. Bekanntlich gab es vorher keine besondern Landessammelstellen, die sich einzig und allein mit demN. F. befaßten. Die Spenden wurden vielmehr seitens der Spender selbst oder durch den lokalen Vertrauensmann direkt an die Zentrale nach Wien oder London gesandt oder aber an Zeitungen, deren es nach dem Bericht zum VII. Kongreß vierundzwanzig gab. Dies zeitigte viele Unzuträglichkeiten und Schwierigkeiten, die auch darin zum Ausdruck kamen, daß die Spendeneingänge gegenüber jenen der ersten Jahre zurückgingen. Die Kölner Verwaltung suchte dadurch radikal Wandel zu schaffen, daß sie erstens die Entgegennahme von Geldern durch die Zeitungen einstellen ließ und zweitens den vom VII. Kongreß einstimmig angenommenen Antrag des Gg. Kremenezky, wonach in je'dem Lande N.F.-Bureaus einzusetzen seien, zu verwirklichen suchte. Dies geschah in der Weise, daß in jedem Lande Sammelstellen gebildet wurden, denen durchweg der Satz von 10°/o aus den einlaufenden Spenden zugebilligt wurde. Diese Provision sollte dazu dienen, die Propaganda planmäßig und intensiv zu gestalten und zu diesem Zwecke vor allem ein Bureau mit bezahlten Kräften einzurichten. Wenn wir uns heute nach ca. 4 Jahren fragen, ob sich diese Reform und das System der Dezentralisation bewährt hat, so können wir diese Frage im großen und ganzen nur bejahen. Der Erfolg zeigt sich ja in den wachsenden Eingängen. Es ist dem Hauptbureau hierdurch auch erst möglich geworden, eine wirksame Kontrolle der in der ganzen Welt gesammelten Spenden durchzuführen. Die Ausweisorgane nehmen keine Spenden mehr entgegen, sondern publizieren wöchentlich oder monatlich die ihnen von der Landessammelstelle aufgegebene Spendenliste, die vom Hauptbureau nach der Richtung geprüft wird, ob sie mit den der Kolonialbank seitens der Sammelstellen zugegangenen Rimessen übereinstimmt. Durch diese Provision ist es mindestens einem

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