Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- X (1911)
- Date
- 1911-08-09
- Page
- Seite 34 (sequence 45)
- Language
- German
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— 34 der Redaktion Nahum Sokolows; Wochenschrift „Haibri" (Berlin), die den zionistischen Standpunkt auf religiöser Basis vertritt; „Haschachar" (Warschau), eine Wochenschrift für die Schuljugend; „Snunith" (Lemberg), eine moderne Monatsschrift, herausgegeben von der Gruppe „Zeirei Zion". Zu erwähnen ist auch der „Milon" von Ben Je hu da (Thesaurus totius hebraitatis), der im Verlag G. Langenscheidt erscheint. In Jerusalem hat sich ein „Waad Halaschon Haibrith" (Kommission für hebräische Sprache) gebildet, der sich folgende Aufgabe stellt: Die hebräische Sprache dazu geeignet zu machen, daß sie als gesprochene Sprache in allen Lebensverhältnissen, zu Hause, in der Schule, im öffentlichen Leben, in Handel und Wandel, in Handwerk und Industrie, in Kunst und Wissenschaft gebraucht werden kann; auf den orientalischen Charakter der Sprache, ihre Aussprache, ihre Buchstaben im Wortbau und ihren Stil zu achten und zugleich ihr die nötige Biegsamkeit zu verleihen, damit sie die Gedanken unserer Zeit voll und ganz ausdrücken kann. Damit der Waad seine Aufgabe erfülle, befaßt er sich mit folgenden Arbeiten: 1. er publiziert jene Wörter, die sich bereits im hebräischen Wortschatz befinden, dem größern Publikum jedoch nicht bekannt sind; 2. er sucht die fehlenden Wörter durch Schaffung neuer Wörter zu ergänzen; 3. er ist bestrebt, die orientalische Aussprache, die einen größern lautlichen Unterschied der einzelnen Buchstaben aufweist, zur Geltung zu bringen; 4. er setzt die Orthographie und Syntax fest und macht auf die sich in die gesprochene Sprache und den Stil einschleichenden Fehler und Irrtümer aufmerksam. Zu den erfreulichen Erscheinungen des jüdischen Geisteslebens in Palästina gehört auch die Gründung eines Instituts für jüdische Musik in Jerusalem (unter der Leitung von A. Idelsohn) und einer zweiten jüdischen Musikschule in Jaffa (unter der Leitung von Frau Dr. Ruppin).