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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1911-08-09 · X (1911) · p. Seite 23

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
X (1911)
Date
1911-08-09
Page
Seite 23 (sequence 32)
Language
German
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IRI
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- 23 — Presse, Agitation und kulturelle Betätigung. Auch in dieser Berichtsperiode machten wir es uns zur Aufgabe, die zionistische Tätigkeit nicht auf politische und wirtschaftliche Arbeiten zu beschränken, sondern auch für die Verbreitung und Vertiefung der zionistischen Idee tätig zu sein. Was die kulturelle Arbeit betrifft, so stellten wir uns dabei auf den Standpunkt, der im programmatischen Leitartikel der „Welt" vom 21. Januar 1910 (Nr. 3) folgenderweise skizziert ist: „Die jüdische Renaissance hat keinen gewählten Präsidenten, kein E. A. C. Sie hat überhaupt keine organisierte Leitung, sie hat nur Vorkämpfer und Mitstreiter, die sich ohne Wahl und Organisation in die Führung teilen. Auch Herzl war niemals ihr Führer; er war, und das genügte, einer ihrer größten Inspiratoren. Es kann nicht Sache des Engern Actions-Comités sein, eine Kulturbewegung zu führen, es ist aber seine Aufgabe, sie zu fördern." Und in ihrem zweiten Programmartikel schrieb die „Welt" (1910, Nr. 4, 28. Januar): „Mit Hinsicht auf die kulturellen Bestrebungen, die sich im jüdischen Volke regen, wird die Leitung den im vorigen Artikel skizzierten Standpunkt einnehmen müssen. Sie wird die jüdische Kulturbewegung nachdrücklich fördern, soweit ihre Mittel es gestatten, und diejenigen Institutionen und Unternehmungen unterstützen, die der Verjüngung unserer jüdischen Kultur dienen sollen". „Die Welt". Bei unserer Arbeit auf dem Gebiet der Presse haben wir, wie seit dem Anfang unserer organisierten Tätigkeit, in erster Reihe unsere Aufmerksamkeit dem Zentralorgan der Bewegung zugewandt. Auf dem Neunten Kongresse wurde an der „Welt" von mehreren Seiten eine scharfe Kritik geübt. Obzwar wir überzeugt sind, daß bei der Mannigfaltigkeit der Strömungen und Meinungen in unserm Lager es wohl immer eine Unmöglichkeit bleiben wird, die allgemeine Zufriedenheit zu erwerben und jede Kritik zum Schweigen zu bringen, müssen wir doch zugeben, daß vieles in der redaktionellen Führung der „Welt" verbesserungsbedürftig und die Kritik, ganz objektiv genommen, in vielen Punkten berechtigt war. Wir hatten uns nach dem Haager Kongreß auf den verkehrten Weg begeben, die „Welt" vom Zionistischen Gentraibureau im Nebenamte redigieren zu lassen. Wir ersparten uns damit zwar einen Teil der Redaktionskosten, verloren aber eine gute Zeitschrift. Die Resultate haben gezeigt, daß diese Art der Sparsamkeit vollständig verfehlt war. Wir haben aus der Hamburger Kritik und aus der beredten Sprache, die unsere Geschäftsbücher

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