Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 4 (1918)
- Issue
- 8 (8.1918)
- Date
- 1918-08-01
- Page
- Seite 93 (sequence 95)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/6467833-8970266-8970284--0697-8963917- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
93 j Jüdische Jugendgruppe Fürth. \ Anträge zum Delegierten tag der A.J.J.O am 1. August 1918: \ 1. Antrag auf Ausdehnung der A.J.J.O. auch auf Oesterreichf Ungarn, wo wohl Hauptgruppen, aber keine A.I.-Ingendgruppen r bestehen. f 2. Bitte um Ausstellung von Wanderrednern: Es sollen von der \ Organisation geeignete Herren beauftragt werden, in bestimmten \ Gruppen, die dem Wohnorte dieser Herren am nächstenliegen, Vor- - träge im Sinne der A.J.J.O. zu halten.! 3. Es sollen im Felde Zentralstätten gewählt werden, in denen I A.I.-Führer beständig ihren Sitz haben, damit alle im Felde stehende! Mitglieder sich an diese wenden, diese aufsuchen können, ähnlich wie der B.J.A. dies bereits geschaffen hat. 4. Anfrage, ob neologe Glaubensgenossen in der A.J.J.O. aufj genommen werden sollen. Antrag Armeerabbiner Dr. Cohn:! 1. Zur Verteilung als Lesestoff unter die jüdischen Soldaten! sollen von der A.I. alsbald religiös belehrende Artikel herausgegeben - werden und eine Sammlung nach dem Muster des von der A.I. heraus-! gegebenen schweizerischen jüdischen Jahrbuchs zu Chanukah zusammen- J gestellt werden. j 2. Die A.J.J.O. soll mit dem jüdischen Volksschriftenverlag in j Verbindung treten zwecks Uebernahme dieses Verlags oder jedenfalls l die Fortsetzung der Schristensammlung erwirken oder erforderlichenfalls eine eigene Kommission mit der Verlegung geeigneter Schriften beauftragen. Delegiertentag. Donnerstag, den 1. August 1918. Beginn: 8 Uhr vormittags. Am Vorstandstisch: die Herren Direktor D1-. Lange, Max Cohen, Eugen Neuberger, Arnold Merzbach, Frl. Henny Katz. Frl. Eva Frieslänüer-Frankfurt a. M. übernimmt in Vertretung des abwesenden Schriftführers das Protokoll. Das Wort erhält Herr Dr. Eugen Fränk el-München zu einem hebräischen Referat (abgedruckt am Schluß dieses Heftes). Stürmischer Beifall lohnt die in klassische in Hebräisch vorgetragenen Ausführungen des Redners. Herr Direktor Lange erstattet sodann den Tätigkeitsbericht. Meine Damen und Herren! Ich kann mich ziemlich kurz fassen, da ich ja im November vorigen Jahres den Bericht über unsere Tätigkeit bis zu der Berliner Delegiertenversammlung erst erstattet habe. Es ist unnütz, ihn zu wiederholen. Sie haben ihn ja alle in den Blättern gelesen. Nur kurz zusammensassen möchte ich: Nachdem die erste Bestürzung, die der Kriegsausbruch hervorgerufen hatte, vorüber war, ging unser ganzes Streben daraus, möglichst zu erhalten, was vorhanden war, d. h. zunächst den Zusammenhang zu festigen zwischen den in der Heimat!gebliebenen und den im Felde stehenden Mitgliedern, und dann Sorge zu tragen, daß unsere Anschauungen den Soldaten durch die Wirren, in denen sie lebten, nicht verloren gingen. Ob das nicht doch vielfach geschehen ist, wer kann es sagen. Anzunehmen ist leider, daß es manchmal der Fall war; aber wenn es in