Nachricht von der ... Generalversammlung und Jahresfeyer der Frankfurter Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden
- Journal
- Nachricht von der ... Generalversammlung und Jahresfeyer der Frankfurter Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden
- Volume
- 1821
- Date
- 1821-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
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17 rung seines Gewerbes Veranlassung geben wollten, so wurde dieser junge Mann einem Geistlichen jenseits des Rbeins empfohlen, von demselben gründlich unterrichtet, und in Jesu Tod getauft. Er besindet sich gegenwärtig in Holland, und ist mit wahren Christen in Verbindung. Schon am Ende des vorigen Jahrs wurde uns in Auftrag der Engl. Gesellschaft. aus dem Bergischen ein Jüdischer Lehrer mit dem Ersuchen zugesendet, denselben zu prüfen, und nach bewandten Umstanden in den Heilswahrbeiten der christlichen Religion unterrichten und in dieselbe aufnehmen zu lassen. Man hatte keine Ursache in die Redlichkeit dieses jungen Mannes Zweifel zu setzen. Er wurde daher gründlich unterrichtet, legte in unserer Stadt vor einer zahlreichen versammelten Gemeine sein Glaubensbekenntniß ab, und wurde darauf der heil. Taufe theilhaftig. Nach erhaltenen Berichten ist nun derjenige nach Amerika abgereist. Im Monat Merz kam bier ein Indischer Handwerker an, welcher von Baiern in der Absicht nach London reisete, um allda zur christlichen Religion überzugehen. In England siel er aber unter die Räuber, welche ihn auszogen Md^halb todt liegen ließen; er wurde von einem Menschenfreunde aufgenommen, und in ein Hospital gebracht. Wahrend der Heilung seiner Wunden, stellte sich aber noch eine Augenkrankheit bey ihm ein, welche die Aerzte für unheilbar erklärten, wenn er in England verbleibe. Er reisete daher mit Empfehlungen an uns versehen nach Deutschland zurück, war der Meinung, seinen Zweck ganz verfehlt zu haben, und deswegen Willens, mit einem tiefgebeugten und verwundeten Herzen zu den Semen zurückzukehren, vermuthend daß sich Gott nicht über ihn erbarmen wolle, und er gegen seine Ueberzeugung in der Jüdischen Religion verbleiben müsse. Als er nun hier an-- 2