Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Journal
- Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Volume
- 2 (1916)
- Issue
- 1-3 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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38 Blau, bemerkt hiezu: ״Dattolo 3 תמרי יקרא באיטלקי), wobei er sich auf ״Luchoth abhanim“ 54 und 108 beruft. Diese Inschriften gelten שמואל דאטולו und יקותיאל דאטול. — Das Vorhandensein einer Cohen - De Dattolis, (Tamari) genannten Familie ist auch durch Urkunden verbürgt. Vertreter dieser Familie leben auch in Padua im XVI. und XVII. Jahrhundert.4) ln Venedig lebt der Arzt Josef Tamari5)•; Tamari scheint der Familienname jener geistreichen Debora gewesen zu sein, die einen Sängerstreit zu schlichten berufen wurde.6) Im XVI. Jahrhundert lebt der gelehrte Menachem Tamar.7) Die Familie Tamari war prlesterlicher Abstammung und führte im Wappen ״eine Palme . . . begleitet von zwei ausgebreiteten Händen“, welche Zusammensetzung auch im Namen der Familie zum Ausdruck gelangt, Ähnliche Zusammensetzung: Cohen-Pirani, Weiss-Coen, Weil-Coen, Coen-Porto, Seligmann-Coen, Coen-Linaru (in Bukarest fortlebend), Kohen-Cantarini u. s. w. Übrigens heisst auch der sonst als Josef Tamari bekannte Arzt eigentlich ״Cohen-De Dattolis“; als ״Iseppo Koen Dal Medico De Datolis“ kennt ihm nämlich der Historiker der Familie Koen-Cantarini, der Arzt Marco Osimo.8) — Neben dieser ״Cohen- Tamari“, ״Kohen- De Dattolis“ benannten Familie scheint eine andere, De Datolis (Dattol), die nicht priesterlicher Abstammung war, gelebt zu haben. Mitglieder dieser Familie wären die in den Inschriften 54 und 108 genannten Samuel und Jequtiel. — Durch die Annahme, dass Cohen-De Dattolis (Tamari) und De Dattolis zwei von einander verschiedene Familien waren, erklärt sich von selbst, weshalb ״bei תמרי immer die Bezeichnung כהן vorhanden, nicht aber bei Datolo.“ In Inschrift 100 ist דונינא Donina, Verkleinerungsform von Dona (Donna).9) — Das wiederholt vorkommende חאבילייו soll statt mit ״Chavillo“ so Berliner, S. 104) mit ״Cabiglio“ umschrieben werden; ebenso זציזאנה mit ״Cesana“, statt ״Cesane.“ In den Grabinschriften werden einige Mitglieder der Familie Pescarolo genannt. In משה בר אברהם פשקרא (Gesam. Sehr., 1, 130), der in seinem Wappen ״drei T a u b e n“ führt, will B erl in er auch einen ״Pescarol“ sehen. Vielleicht ist פשקרא d. h. aus Pescara stammend, unverändert zu lassen. Ob ״Pescarol [o]“ im Sinne von Pescarense mit ״Pescara“ eine und dieselbe Familie bezeichnen s) Leo Modena’s Briefe, I, 176. 4) S. ausser der F Floss. L u zz a 11 o’schen Inschrift die Angaben bei Edgardo Morpurgo, Notizie sulle famigiie ebree esistenti a Padova nel XVI secolo, in ״Corriere Israelitico“, XLVII (1908), Nr. 7, S. 193. 5) S. Ka u fm'a n n, Ges. Schriften, ed. Brann, 11,276; 111, 310; Steinschneider Jüdische Aerzte in ZfhB., XVIII. (1915), S. 50—51, Nr. 2032; s. auch Nr. 2033 das. 6) Kaufmann, a. a. O., Das., Hl, 306—307. 7) Bei D e Ross i, Diz. stör., 11, 14; Nepi Ohirondi, 236 .תולדות. Nr. 31. 8) S. M. Osimo, Narrazione della strage compiuta nel 1647 u. s. w., S. 61 und 109 *) ,,Dona“ bei Zun z, Namen der Juden in Oes. Schriften, II, 45.